Castries Central Market
Markthalle mit orangerotem Dach von 1894 am Wasser — Kakao, Kokosöl, Bay-Rum und Korbwaren aus Choiseul.
Kreuzfahrthafen auf eigene Faust
St. Lucias Hauptstadt mit dem Markt am Wasser — und die Pitons, die 40 Kilometer entfernt liegen und trotzdem den Tag bestimmen.
Je nach Liegeplatz erreichst du das Zentrum von Castries unterschiedlich schnell. Hier findest du alle Möglichkeiten im Überblick.
Der Haupt-Kreuzfahrtterminal auf der Nordseite des Hafenbeckens von Castries, mit zollfreien Läden, Touristeninformation und Taxistand. In die Stadt sind es 1,3 Kilometer um das Becken oder fünf Minuten mit dem Wassertaxi, das direkt am Terminal abfährt.
Der kleinere Kai auf der Stadtseite des Hafenbeckens, für Schiffe mittlerer Größe. Von hier sind es 300 Meter zum Derek Walcott Square und zum Central Market — der bequemste Liegeplatz in Castries.
Einzelne Abfahrten ankern im Südwesten vor Soufrière und booten mit Tenderbooten aus. Dann liegt man unmittelbar zwischen den Pitons und erreicht Sulphur Springs und Diamond Falls in Minuten — Castries ist von dort allerdings anderthalb Stunden entfernt.
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Diese Ziele lassen sich von Castries aus während eines Hafenstopps gut erreichen.
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Genug Zeit für die Höhepunkte in Ruhe.
Auch Ziele außerhalb des Zentrums sind machbar.
Ein ganzer Tag – auch für Ausflüge in die Umgebung.
Die großen Schiffe liegen an Pointe Seraphine auf der Nordseite des Hafenbeckens, einem Terminal mit zollfreien Läden. In die Stadt sind es 1,3 Kilometer um das Becken — zu Fuß 20 Minuten an einer Hauptstraße, oder mit dem Wassertaxi in fünf Minuten für ein paar Dollar. Kleinere Schiffe liegen an La Place Carenage direkt in der Stadt.
Wichtig für diese Route: Einzelne Abfahrten weisen St. Lucia als Reedehafen aus. Dann ankert das Schiff und bootet mit Tenderbooten aus — unter Umständen nicht in Castries, sondern vor Soufrière im Südwesten. Was gilt, steht im Tagesprogramm; es verändert den ganzen Tagesplan, weil man dann direkt bei den Pitons ist.
Vor dem Terminal stehen zugelassene Taxifahrer (Kennzeichen mit TX). Preise sind durch einen Verband geregelt und werden pro Fahrzeug genannt — fragen Sie trotzdem nach, und legen Sie die Rückkehrzeit fest.
Castries hat rund 20.000 Einwohner und ist viermal abgebrannt, zuletzt 1948 — deshalb steht hier kaum alte Architektur. Was geblieben ist: der Derek Walcott Square mit einem 400 Jahre alten Saman-Baum, die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis von 1897 mit einer außergewöhnlich bunt ausgemalten Innenwand, und der Central Market am Wasser.
Der Platz ist nach dem Dichter Derek Walcott benannt, der 1930 in Castries geboren wurde und 1992 den Nobelpreis für Literatur erhielt. St. Lucia hat damit, gemeinsam mit dem Ökonomen Arthur Lewis (1979), die höchste Nobelpreisdichte der Welt — zwei Preise bei damals 100.000 Einwohnern.
Das Bild von St. Lucia sind die Pitons, zwei Vulkankegel, die bei Soufrière aus dem Meer aufsteigen und auf der Welterbeliste stehen. Dazu der Drive-in-Vulkan der Sulphur Springs und die Wasserfälle von Diamond.
Das alles liegt 40 Kilometer südlich. Die Straße ist kurvig und bergig, und man braucht gut anderthalb Stunden pro Richtung. Bei zehn Stunden Liegezeit heißt das: drei Stunden Fahrt für drei bis vier Stunden vor Ort — machbar, aber der Tag ist dann verplant. Wer das nicht will, bleibt im Norden.
Im Norden: Morne Fortune mit dem Blick über die Stadt, Marigot Bay als Postkartenbucht, Pigeon Island mit einer Festung auf zwei Hügeln, Reduit Beach zum Baden.
Stadt mit Markt und Kathedrale: zwei Stunden. Morne Fortune: eine. Marigot Bay: zweieinhalb. Pigeon Island: drei. Soufrière mit Pitons und Sulphur Springs: sieben bis acht — also der ganze Tag.
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Ja, aber es ist der ganze Tag. Von Castries nach Soufrière sind es 40 Kilometer über eine kurvige Bergstraße, anderthalb Stunden pro Richtung. Mit Sulphur Springs, einem Aussichtspunkt auf die Pitons und den Diamond Falls kommen Sie auf sieben bis acht Stunden. Die Alternative ist eine Bootsfahrt an der Küste — zweieinhalb Stunden je Richtung, dafür mit dem besten Blick auf die Kegel vom Wasser aus. Wer lieber zwei bis drei kleinere Dinge sieht, bleibt im Norden.
Mit dem Wassertaxi. Es fährt von Pointe Seraphine über das Hafenbecken nach La Place Carenage, braucht fünf Minuten und kostet rund 2 bis 4 US-Dollar je Richtung. Zu Fuß sind es 1,3 Kilometer um das Becken herum, etwa 20 Minuten an einer befahrenen Straße ohne durchgehenden Gehweg — machbar, aber nicht angenehm.
Die Sulphur Springs bei Soufrière, vermarktet als weltweit einziger Drive-in-Vulkan. Man fährt tatsächlich in die Caldera eines vor etwa 40.000 Jahren eingestürzten Vulkans hinein und steht dann auf einer Plattform über dampfenden, schwefelgelben Schlammbecken. Es riecht stark nach faulen Eiern. Nebenan gibt es warme Schlammbäder, in die man steigen darf — Badesachen mitnehmen, der Schlamm färbt helle Stoffe.
Ostkaribischer Dollar, fest bei 2,70 je US-Dollar. US-Dollar werden überall genommen, Wechselgeld kommt in XCD zurück. Rechnen Sie XCD geteilt durch drei. Karten gehen im Terminal und in Restaurants, Markt und Taxis wollen Bargeld. Ein Service Charge von 10 Prozent steht oft schon auf der Rechnung.
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