Foto: P. Hughes · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons · Quelle

Castries

Kreuzfahrthafen auf eigene Faust

St. Lucias Hauptstadt mit dem Markt am Wasser — und die Pitons, die 40 Kilometer entfernt liegen und trotzdem den Tag bestimmen.

Hafen-Info
Liegeplätze Pointe Seraphine · La Place Carenage · Reede vor Soufrière
ZeitzoneUTC−4, keine Sommerzeit
WährungOstkaribischer Dollar (XCD); US-Dollar überall genommen
SpracheEnglisch; im Alltag Kwéyòl
Typische LiegezeitMeist 07:30 bis 17:30 Uhr; einzelne Abfahrten als Reedehafen Unverbindlicher Erfahrungswert. Deine tatsächliche Liegezeit steht in den Unterlagen deiner Reederei.

Vom Schiff in die Stadt

Je nach Liegeplatz erreichst du das Zentrum von Castries unterschiedlich schnell. Hier findest du alle Möglichkeiten im Überblick.

A Pointe Seraphine

Der Haupt-Kreuzfahrtterminal auf der Nordseite des Hafenbeckens von Castries, mit zollfreien Läden, Touristeninformation und Taxistand. In die Stadt sind es 1,3 Kilometer um das Becken oder fünf Minuten mit dem Wassertaxi, das direkt am Terminal abfährt.

Entfernung ins Zentrum1,3 km
Zu Fuß23 Min.
Ausflugsboot
Dauer5–10 Min.
Preis 2 bis 4 US-Dollar je Richtung
Das Wassertaxi von Pointe Seraphine quer über das Hafenbecken nach La Place Carenage ist der sinnvollste Weg in die Stadt: fünf Minuten statt zwanzig zu Fuß, mit Blick auf den Hafen. Es fährt, solange Schiffe liegen. Letzte Rückfahrt rechtzeitig erfragen. · Laufend
Taxi
Dauer10–95 Min.
Preis Stadt 10 USD, Morne Fortune 25, Marigot Bay 50, Soufrière-Tagestour 140 bis 180 je Wagen
Zugelassene Fahrer (Kennzeichen mit TX) stehen am Terminal; die Preise sind durch einen Verband geregelt und gelten pro Fahrzeug für bis zu vier Personen. Für Soufrière sind Tagespauschalen üblich. Legen Sie Gesamtpreis, Zielliste und Rückkehrzeit vor der Fahrt fest und notieren Sie das Kennzeichen. · Am Terminal verfügbar
Zu Fuß
Dauer20–40 Min.
Entfernung 1,3 km
Von Pointe Seraphine um das Hafenbecken in die Stadt sind es 1,3 Kilometer, etwa 20 Minuten an einer befahrenen Straße ohne durchgehenden Gehweg. Machbar, aber laut und ohne Schatten — nehmen Sie das Wassertaxi. In der Stadt selbst liegt alles in zehn Gehminuten: Markt, Platz, Kathedrale.
Öffentlicher Bus
Dauer20–120 Min.
Preis 2,50 bis 10 XCD je Fahrt
St. Lucia hat Minibusse mit M-Kennzeichen, die von Sammelplätzen in Castries abfahren — sehr günstig, aber ohne Fahrplan und mit festen Linien. Nach Gros Islet und Rodney Bay (Linie 1A) funktioniert das gut. Nach Soufrière (Linie 3D) dauert es über zwei Stunden mit Umstieg, und der letzte Rückweg ist unsicher: Mit Schiffsabfahrt nicht zu empfehlen. · Wenn voll, nicht nach Plan
Mietwagen
Dauer15–100 Min.
Preis Ab rund 55 USD am Tag, plus 20 USD lokale Fahrerlaubnis
Möglich, aber bedenken Sie: Linksverkehr, enge Bergstraßen mit starken Steigungen und engen Kehren, viele Schlaglöcher. Man braucht eine lokale Fahrerlaubnis, die gegen Vorlage des Führerscheins ausgestellt wird. Für die Strecke nach Soufrière ist ein Fahrer die ruhigere Wahl. · Vorab buchen
Ausflugsboot
Dauer90–150 Min.
Preis Katamaran-Tagesfahrt ab rund 100 USD je Person
Die Alternative zur Bergstraße: Katamarane und Schnellboote fahren von Castries entlang der Westküste nach Soufrière. Zweieinhalb Stunden je Richtung, dafür mit dem besten Blick auf die Pitons vom Wasser, oft mit Schnorchelstopp und Mittagessen. Bei Schwell wird die Fahrt unruhig. · Morgens ab Hafen
Plane immer einen Puffer ein, um rechtzeitig zurück am Schiff zu sein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Stadtzentrum Castries Central Mar… Derek Walcott Square… Morne Fortune Marigot Bay Soufrière mit Pitons… Pigeon Island Nation… A Pointe Seraphine B La Place Carenage C Reede vor Soufrière Schematische Darstellung – keine maßstabsgetreue Karte · gestrichelte Punkte liegen außerhalb des Ausschnitts
A · Pointe SeraphineB · La Place CarenageC · Reede vor SoufrièreZiele in der Stadt

Oben eine schematische Übersicht ohne Fremdzugriff. Die richtige Karte lädt Kartenbilder von OpenStreetMap – dabei geht deine IP-Adresse an den Kartendienst. Deine Zustimmung merken wir auf diesem Gerät; widerrufen kannst du sie unter jeder geladenen Karte.

Orte auf dieser Karte als Liste
  1. Pointe Seraphine – Liegeplatz A
  2. La Place Carenage – Liegeplatz B
  3. Reede vor Soufrière – Liegeplatz C
  4. Stadtzentrum – Zentrum
  5. Castries Central Market – 24 Min. zu Fuß
  6. Derek Walcott Square und Kathedrale – 27 Min. zu Fuß
  7. Morne Fortune – 5,0 km
  8. Marigot Bay – 13 km
  9. Soufrière mit Pitons und Sulphur Springs – 40 km
  10. Pigeon Island National Landmark – 13 km

Liegeplätze in Castries

  • A Pointe Seraphinehäufigster 23 Min. zu Fuß ins Zentrum
  • B La Place Carenage 7 Min. zu Fuß ins Zentrum
  • C Reede vor Soufrière 19 km ins Zentrum

Welcher Liegeplatz es wird, entscheidet die Reederei. Die Buchstaben findest du oben auf der Karte wieder.

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3 bis 5 Stunden

Genug Zeit für die Höhepunkte in Ruhe.

1 passende Tour
Castries und der Morne Fortune
5 bis 8 Stunden

Auch Ziele außerhalb des Zentrums sind machbar.

1 passende Tour
Castries und der Morne Fortune
Mehr als 8 Stunden

Ein ganzer Tag – auch für Ausflüge in die Umgebung.

2 passende Touren
Castries und der Morne Fortune

Castries auf eigene Faust: was du wissen solltest

Vom Schiff in die Stadt

Die großen Schiffe liegen an Pointe Seraphine auf der Nordseite des Hafenbeckens, einem Terminal mit zollfreien Läden. In die Stadt sind es 1,3 Kilometer um das Becken — zu Fuß 20 Minuten an einer Hauptstraße, oder mit dem Wassertaxi in fünf Minuten für ein paar Dollar. Kleinere Schiffe liegen an La Place Carenage direkt in der Stadt.

Wichtig für diese Route: Einzelne Abfahrten weisen St. Lucia als Reedehafen aus. Dann ankert das Schiff und bootet mit Tenderbooten aus — unter Umständen nicht in Castries, sondern vor Soufrière im Südwesten. Was gilt, steht im Tagesprogramm; es verändert den ganzen Tagesplan, weil man dann direkt bei den Pitons ist.

Vor dem Terminal stehen zugelassene Taxifahrer (Kennzeichen mit TX). Preise sind durch einen Verband geregelt und werden pro Fahrzeug genannt — fragen Sie trotzdem nach, und legen Sie die Rückkehrzeit fest.

Die Stadt

Castries hat rund 20.000 Einwohner und ist viermal abgebrannt, zuletzt 1948 — deshalb steht hier kaum alte Architektur. Was geblieben ist: der Derek Walcott Square mit einem 400 Jahre alten Saman-Baum, die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis von 1897 mit einer außergewöhnlich bunt ausgemalten Innenwand, und der Central Market am Wasser.

Der Platz ist nach dem Dichter Derek Walcott benannt, der 1930 in Castries geboren wurde und 1992 den Nobelpreis für Literatur erhielt. St. Lucia hat damit, gemeinsam mit dem Ökonomen Arthur Lewis (1979), die höchste Nobelpreisdichte der Welt — zwei Preise bei damals 100.000 Einwohnern.

Was die Insel bietet — und die ehrliche Rechnung

Das Bild von St. Lucia sind die Pitons, zwei Vulkankegel, die bei Soufrière aus dem Meer aufsteigen und auf der Welterbeliste stehen. Dazu der Drive-in-Vulkan der Sulphur Springs und die Wasserfälle von Diamond.

Das alles liegt 40 Kilometer südlich. Die Straße ist kurvig und bergig, und man braucht gut anderthalb Stunden pro Richtung. Bei zehn Stunden Liegezeit heißt das: drei Stunden Fahrt für drei bis vier Stunden vor Ort — machbar, aber der Tag ist dann verplant. Wer das nicht will, bleibt im Norden.

Im Norden: Morne Fortune mit dem Blick über die Stadt, Marigot Bay als Postkartenbucht, Pigeon Island mit einer Festung auf zwei Hügeln, Reduit Beach zum Baden.

Zeit

Stadt mit Markt und Kathedrale: zwei Stunden. Morne Fortune: eine. Marigot Bay: zweieinhalb. Pigeon Island: drei. Soufrière mit Pitons und Sulphur Springs: sieben bis acht — also der ganze Tag.

Gut zu wissen

  • Von Pointe Seraphine sind es 1,3 Kilometer um das Hafenbecken in die Stadt. Das Wassertaxi braucht fünf Minuten und kostet wenige Dollar — der bessere Weg als der Fußmarsch an der Hauptstraße.
  • Die Pitons und Soufrière liegen 40 Kilometer südlich, anderthalb Stunden pro Richtung. Wer sie sehen will, verplant den ganzen Tag.
  • Einzelne Abfahrten weisen St. Lucia als Reedehafen aus. Dann wird getendert, möglicherweise vor Soufrière statt in Castries — Tagesprogramm prüfen, es ändert den Tagesplan vollständig.
  • St. Lucia fährt links. Taxipreise sind durch einen Verband geregelt und gelten pro Fahrzeug; Rückkehrzeit vorher festlegen.
  • Der Central Market hat samstags den großen Tag, sonntags ist er geschlossen.
Zuletzt geprüft: 10.10.2026

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Blick über den Hafen von Castries auf St. Lucia

Häufige Fragen zum Kreuzfahrthafen Castries

Schaffe ich die Pitons bei zehn Stunden Liegezeit?

Ja, aber es ist der ganze Tag. Von Castries nach Soufrière sind es 40 Kilometer über eine kurvige Bergstraße, anderthalb Stunden pro Richtung. Mit Sulphur Springs, einem Aussichtspunkt auf die Pitons und den Diamond Falls kommen Sie auf sieben bis acht Stunden. Die Alternative ist eine Bootsfahrt an der Küste — zweieinhalb Stunden je Richtung, dafür mit dem besten Blick auf die Kegel vom Wasser aus. Wer lieber zwei bis drei kleinere Dinge sieht, bleibt im Norden.

Wie komme ich vom Terminal in die Stadt?

Mit dem Wassertaxi. Es fährt von Pointe Seraphine über das Hafenbecken nach La Place Carenage, braucht fünf Minuten und kostet rund 2 bis 4 US-Dollar je Richtung. Zu Fuß sind es 1,3 Kilometer um das Becken herum, etwa 20 Minuten an einer befahrenen Straße ohne durchgehenden Gehweg — machbar, aber nicht angenehm.

Was ist der Drive-in-Vulkan?

Die Sulphur Springs bei Soufrière, vermarktet als weltweit einziger Drive-in-Vulkan. Man fährt tatsächlich in die Caldera eines vor etwa 40.000 Jahren eingestürzten Vulkans hinein und steht dann auf einer Plattform über dampfenden, schwefelgelben Schlammbecken. Es riecht stark nach faulen Eiern. Nebenan gibt es warme Schlammbäder, in die man steigen darf — Badesachen mitnehmen, der Schlamm färbt helle Stoffe.

Wie zahle ich?

Ostkaribischer Dollar, fest bei 2,70 je US-Dollar. US-Dollar werden überall genommen, Wechselgeld kommt in XCD zurück. Rechnen Sie XCD geteilt durch drei. Karten gehen im Terminal und in Restaurants, Markt und Taxis wollen Bargeld. Ein Service Charge von 10 Prozent steht oft schon auf der Rechnung.

Quellen und Aktualität
Zuletzt geprüft10.10.2026

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