Foto: Chirocca77 · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons · Quelle

Nosy Be

Kreuzfahrthafen auf eigene Faust

Madagaskars Ferieninsel im Nordwesten — Ylang-Ylang-Plantagen, Kraterseen, Lemuren zum Anfassen auf Nosy Komba und Strände im Nordwesten.

Hafen-Info
Liegeplatz Hell-Ville
ZeitzoneUTC+3
WährungAriary (MGA); Euro verbreitet, Kurs ungünstig
SpracheMalagasy und Französisch; Italienisch im Tourismus
AnlandungTenderhafen
Typische LiegezeitMeist zwischen 08:00 und 19:00 Uhr, als Reedehafen Unverbindlicher Erfahrungswert. Deine tatsächliche Liegezeit steht in den Unterlagen deiner Reederei.

Vom Schiff in die Stadt

Je nach Liegeplatz erreichst du das Zentrum von Nosy Be unterschiedlich schnell. Hier findest du alle Möglichkeiten im Überblick.

Der Kai von Hell-Ville, an dem die Tender anlanden. Am Anleger stehen Taxis, Tuk-Tuks und Händler; der Ort mit Markt und Uferstraße beginnt nach wenigen hundert Metern. Boote nach Nosy Komba und Lokobe legen in der Nähe ab.

Entfernung ins Zentrum800 m
Zu Fuß14 Min.
Tenderboot
Dauer10–20 Min.
Preis Im Reisepreis enthalten
Das Schiff ankert vor Hell-Ville, Tender bringen die Gäste an den Kai. Mit Warten geht rund eine Stunde der Liegezeit ab. Bei starkem Wind aus Nordwest kann es unruhig werden. · Laufend, mit Wartezeiten
Zu Fuß
Dauer8–20 Min.
Entfernung 800 m
Vom Anleger sind es wenige hundert Meter in den Ort: Markt, Uferstraße, Kolonialbauten und der alte Friedhof liegen in Gehweite. Darüber hinaus wird es heiß und schattenlos — für die Insel braucht man ein Fahrzeug.
Taxi
Dauer10–60 Min.
Preis Mont Passot rund 25 Euro, Andilana 30 Euro, Inselrundfahrt ab 50 Euro
Taxis und Tuk-Tuks stehen am Anleger. Keine Taxameter — Festpreis vor dem Einsteigen vereinbaren, am besten für die gesamte Tour samt Wartezeiten und Rückfahrt. Fahrer bieten eigene Inselrundfahrten an und sind oft gute Führer. · Am Kai verfügbar
Ausflugsboot
Dauer30–60 Min.
Preis Nosy Komba ab rund 30 Euro, Lokobe ab 40 Euro je Person
Boote fahren von Hell-Ville nach Nosy Komba (30 Minuten) und zum Reservat Lokobe, das nur per Piroge erreichbar ist. Bei Ausflügen ist der Transfer enthalten. Vorab buchen und auf feste Rückfahrtzeiten achten — es gibt keinen Landweg zurück. · Nach Buchung
Plane immer einen Puffer ein, um rechtzeitig zurück am Schiff zu sein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Stadtzentrum Nosy Komba: die Lemu… Mont Passot und die… Das Reservat Lokobe Andilana und die Str… Hell-Ville und der M… A Hell-Ville Schematische Darstellung – keine maßstabsgetreue Karte
A · Hell-VilleZiele in der Stadt

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Orte auf dieser Karte als Liste
  1. Hell-Ville – Liegeplatz A
  2. Stadtzentrum – Zentrum
  3. Nosy Komba: die Lemureninsel – 13 km
  4. Mont Passot und die Kraterseen – 17 km
  5. Das Reservat Lokobe – 10 km
  6. Andilana und die Strände im Nordwesten – 27 km
  7. Hell-Ville und der Markt – 12 Min. zu Fuß

Liegeplatz in Nosy Be

  • A Hell-Ville 14 Min. zu Fuß ins Zentrum

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5 bis 8 Stunden

Auch Ziele außerhalb des Zentrums sind machbar.

2 passende Touren
Über die Insel: Kraterseen, Düfte und ein …
Mehr als 8 Stunden

Ein ganzer Tag – auch für Ausflüge in die Umgebung.

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Nosy Be auf eigene Faust: was du wissen solltest

Vom Schiff an Land

Nosy Be ist Reedehafen. Das Schiff ankert vor Hell-Ville (malagasy: Andoany), und Tender bringen die Gäste an den Kai — zehn bis zwanzig Minuten. Rund eine Stunde der Liegezeit geht dafür ab.

Vom Anleger beginnt Hell-Ville nach wenigen hundert Metern. Am Kai warten Taxis, Tuk-Tuks und Ausflugsfahrzeuge; es gibt auch Sammeltaxis, die die Hauptstraßen bedienen.

Für Fahrten über die Insel — Mont Passot, Andilana, die Destillerien — nimmt man ein Taxi mit Festpreis oder einen gebuchten Ausflug. Die Straßen sind besser als auf dem Festland, aber nicht gut.

Die Insel

Nosy Be heißt schlicht „große Insel" und ist mit 320 Quadratkilometern Madagaskars wichtigstes Ferienziel. Rund 75.000 Menschen leben hier.

Sie ist vulkanisch: Im Inneren liegen über ein Dutzend Kraterseen, umgeben von bewaldeten Hügeln, und der höchste Punkt ist der Mont Passot mit 329 Metern.

Ihr Beiname ist „Insel der Düfte", und der ist verdient. Hier wachsen Ylang-Ylang, Vanille, Pfeffer, Zimt, Kaffee und Zuckerrohr. Besonders das Ylang-Ylang prägt die Insel: Die knorrigen Bäume mit den gelben, stark duftenden Blüten stehen in Plantagen am Straßenrand, und in kleinen Destillerien wird daraus Öl gewonnen — ein Grundstoff der Parfümindustrie, der in fast jedem klassischen Duft steckt.

Hell-Ville ist nicht nach der Hölle benannt, sondern nach Admiral de Hell, einem französischen Gouverneur. Der Ort hat Kolonialbauten, einen Markt und eine Uferstraße; wie in Antsiranana ist vieles verwittert.

Was man erreicht

Nosy Komba, die Nachbarinsel, mit halbzahmen Schwarzen Makis. Lokobe, das letzte Stück Urwald der Insel, nur per Piroge erreichbar. Der Mont Passot mit Blick über die Kraterseen. Und Andilana im Nordwesten, der beste Strand.

Worauf man sich einstellen sollte

Nosy Be ist deutlich touristischer als Antsiranana, und das merkt man: Es gibt mehr Angebote, mehr Englisch und Italienisch — und mehr Verkäufer, die beharrlich sind. Freundlich ablehnen und weitergehen funktioniert.

Zur Sicherheit gilt dasselbe wie überall in Madagaskar: tagsüber unproblematisch, keine Wertsachen zeigen, nicht allein in abgelegene Gegenden.

Zeit

Hell-Ville eine Stunde, Mont Passot zwei, Nosy Komba vier, Lokobe fünf. Elf Stunden abzüglich Tender tragen zwei Ziele.

Gut zu wissen

  • Reedehafen: Tender zehn bis zwanzig Minuten nach Hell-Ville — rund eine Stunde Liegezeit geht ab.
  • Die Insel heißt „Insel der Düfte": Ylang-Ylang-Plantagen und kleine Destillerien liegen an fast jeder Straße.
  • Hell-Ville ist nach Admiral de Hell benannt, nicht nach der Hölle.
  • Taxipreise vor dem Einsteigen vereinbaren; für Inselrundfahrten einen Festpreis samt Wartezeit aushandeln.
Zuletzt geprüft: 05.10.2026

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Das Rathaus von Hell-Ville auf Nosy Be

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Häufige Fragen zum Kreuzfahrthafen Nosy Be

Wo sehe ich Lemuren?

Am sichersten auf Nosy Komba: Dort leben halbzahme Schwarze Makis in einem Dorfreservat, die auf Schultern klettern und Bananen nehmen. Wild und ursprünglicher ist das Reservat Lokobe an der Südostküste, nur per Piroge erreichbar — dort sieht man Schwarze Makis, Nachtlemuren und Chamäleons, aber mit mehr Aufwand.

Was ist Ylang-Ylang?

Ein Baum mit gelben, stark duftenden Blüten, aus denen durch Wasserdampfdestillation ätherisches Öl gewonnen wird — ein Grundstoff fast jedes klassischen Parfüms, darunter Chanel No. 5. Auf Nosy Be stehen die Plantagen am Straßenrand, und mehrere kleine Destillerien zeigen das Verfahren. Ein Fläschchen kostet wenige Euro.

Lohnt der Mont Passot?

Ja, als kurzer Programmpunkt. Von der Spitze auf 329 Metern sieht man mehrere der Kraterseen, die Nordwestküste und bei klarer Sicht die Nachbarinseln. Die Seen gelten als heilig — Baden, Fischen und oft auch Schweinefleisch sind dort tabu. Zum Sonnenuntergang ist der Platz berühmt, aber da liegt man längst wieder an Bord.

Wie bezahle ich?

In Ariary. Euro werden fast überall genommen, zu einem schlechten Kurs. Geldautomaten gibt es in Hell-Ville. Handeln ist üblich — bei Souvenirs beginnt man etwa bei der Hälfte. Kleine Scheine mitbringen, Wechselgeld ist knapp.

Quellen und Aktualität
Zuletzt geprüft05.10.2026

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