Foto: BelgianChocolate · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons · Quelle

Antsiranana

Kreuzfahrthafen auf eigene Faust

Eine der größten Naturbuchten der Welt, eine verwitterte Kolonialstadt — und im Hinterland Regenwald, roter Sandstein und die Smaragdsee.

Hafen-Info
Liegeplatz Port d’Antsiranana
ZeitzoneUTC+3
WährungAriary (MGA); Euro in Hafennähe, Kurs ungünstig
SpracheMalagasy und Französisch
Typische LiegezeitMeist zwischen 09:00 und 19:00 Uhr Unverbindlicher Erfahrungswert. Deine tatsächliche Liegezeit steht in den Unterlagen deiner Reederei.

Vom Schiff in die Stadt

Je nach Liegeplatz erreichst du das Zentrum von Antsiranana unterschiedlich schnell. Hier findest du alle Möglichkeiten im Überblick.

Der Kai in der großen Naturbucht, an dem Kreuzfahrtschiffe festmachen. Am Ausgang stehen Taxis, Tuk-Tuks und Ausflugsfahrzeuge; in die Innenstadt ist es ein Kilometer. Händler bieten direkt am Terminal Vanille, Gewürze und Holzarbeiten an.

Entfernung ins Zentrum1,0 km
Zu Fuß18 Min.
Zu Fuß
Dauer12–20 Min.
Entfernung 1,0 km
Vom Terminal sind es rund 15 Minuten in die Innenstadt zur Rue Colbert und zum Markt. Tagsüber unproblematisch; auf den Hauptstraßen bleiben, keine Wertsachen zeigen. Gehwege sind stellenweise schadhaft.
Taxi
Dauer5–20 Min.
Preis In der Stadt 2 bis 5 Euro, nach Ramena rund 15 Euro
Taxis und gelbe Tuk-Tuks stehen am Ausgang. Es gibt keine Taxameter — den Preis vor dem Einsteigen vereinbaren, am besten in Ariary. Für Fahrten aus der Stadt die Rückfahrt gleich mitverhandeln. · Am Terminal verfügbar
Mietwagen
Dauer30–120 Min.
Preis Geländewagen mit Fahrer ab rund 80 Euro für den Tag
Selbst fahren ist hier keine Option. Für Montagne d’Ambre, Tsingy Rouge und die Küste bucht man einen Geländewagen mit Fahrer — die Pisten sind schlecht, teils nur mit Allrad befahrbar, und ohne Ortskenntnis findet man die Abzweige nicht. · Vorab buchen
Ausflugsboot
Dauer45–75 Min.
Preis Mer d’Émeraude ab rund 40 Euro je Person
Vom Strand bei Ramena fahren Boote zur Smaragdsee am Buchtausgang — rund eine Stunde. Die Fahrt gehört meist zu einem Tagesausflug mit Transfer und Mittagessen am Strand. Vorab buchen, spontan ist unsicher. · Nach Buchung
Plane immer einen Puffer ein, um rechtzeitig zurück am Schiff zu sein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Stadtzentrum Die Bucht und der Zu… Nationalpark Montagn… Tsingy Rouge Ramena und die Mer d… Die Kolonialstadt un… A Port d’Antsiranana Schematische Darstellung – keine maßstabsgetreue Karte · gestrichelte Punkte liegen außerhalb des Ausschnitts
A · Port d’AntsirananaZiele in der Stadt

Oben eine schematische Übersicht ohne Fremdzugriff. Die richtige Karte lädt Kartenbilder von OpenStreetMap – dabei geht deine IP-Adresse an den Kartendienst. Deine Zustimmung merken wir auf diesem Gerät; widerrufen kannst du sie unter jeder geladenen Karte.

Orte auf dieser Karte als Liste
  1. Port d’Antsiranana – Liegeplatz A
  2. Stadtzentrum – Zentrum
  3. Die Bucht und der Zuckerhut – 33 Min. zu Fuß
  4. Nationalpark Montagne d’Ambre – 42 km
  5. Tsingy Rouge – 65 km
  6. Ramena und die Mer d’Émeraude – 20 km
  7. Die Kolonialstadt und der Markt – 16 Min. zu Fuß

Liegeplatz in Antsiranana

  • A Port d’Antsiranana 18 Min. zu Fuß ins Zentrum

Top-Sehenswürdigkeiten

Diese Ziele lassen sich von Antsiranana aus während eines Hafenstopps gut erreichen.

Beliebte Landgänge auf eigene Faust

Fertige Routen mit Zeitplan, Karte und Empfehlung für die Rückkehr zum Schiff.

Wie viel Zeit hast du?

Wähle nach deiner Liegezeit in Antsiranana – wir zeigen dir passende Touren.

5 bis 8 Stunden

Auch Ziele außerhalb des Zentrums sind machbar.

2 passende Touren
Regenwald am Berg: Montagne d’Ambre
Mehr als 8 Stunden

Ein ganzer Tag – auch für Ausflüge in die Umgebung.

2 passende Touren
Regenwald am Berg: Montagne d’Ambre

Antsiranana auf eigene Faust: was du wissen solltest

Vom Schiff in die Stadt

Antsiranana liegt an einer Bucht, die zu den größten Naturhäfen der Welt zählt — rund 155 Quadratkilometer Wasserfläche, durch eine schmale Einfahrt vom Indischen Ozean getrennt. Die Einfahrt am Morgen ist der erste Höhepunkt des Tages: Backbord steht der Zuckerhut (Nosy Lonjo), ein kegelförmiger Felsen im Wasser, der für die Einheimischen heilig ist und nicht betreten wird.

Das Schiff macht am Kai fest. In die Stadt sind es rund ein Kilometer, 15 Gehminuten.

Am Terminal warten Taxis, Ausflugsbusse und Tuk-Tuks — die gelben Dreiräder sind das Verkehrsmittel der Stadt und kosten wenig. Preis vorher vereinbaren, es gibt keine Taxameter.

Wer ins Hinterland will — Montagne d’Ambre, Tsingy Rouge, Mer d’Émeraude —, braucht einen Geländewagen mit Fahrer. Die Pisten sind schlecht, und ohne Ortskenntnis fährt man nicht.

Die Stadt

Antsiranana heißt auf Französisch Diego Suarez — benannt nach zwei portugiesischen Seefahrern, die im 16. Jahrhundert hier landeten. Rund 115.000 Menschen leben in der Stadt.

Von 1885 bis 1973 war sie französischer Marinestützpunkt, und das prägt sie bis heute: breite Alleen, Kolonialbauten mit schmiedeeisernen Balkonen, ein Rathaus, ein Postamt, Villen. Vieles davon ist verwittert — abblätternder Putz, kaputte Fensterläden, Pflanzen in den Fassaden. Das ist kein hergerichtetes Kolonialviertel wie anderswo, sondern eine Stadt, die ihre Bausubstanz nicht halten kann.

Lebendig ist sie trotzdem: der Markt, die Rue Colbert als Hauptstraße mit Lokalen, das Treiben am Hafen. Und sie ist bunt — die Häuser sind in Türkis, Ocker und Rosa gestrichen.

Was draußen liegt

Der eigentliche Grund für den Anlauf ist das Umland, und es ist bemerkenswert:

Montagne d’Ambre, 40 Kilometer südlich, ein Bergregenwald auf einem erloschenen Vulkan mit Wasserfällen, Kratersee, Chamäleons und Lemuren — darunter das winzige Braunschwanz- Mausmaki, eines der kleinsten Primaten der Welt.

Tsingy Rouge, 60 Kilometer südlich: rote Sandsteintürme, von Erosion aus dem Boden gefräst, wie eine Miniaturstadt aus Rost.

Mer d’Émeraude, die Smaragdsee — eine flache Lagune am Buchtausgang, türkisgrün und von einem Riff geschützt, per Boot in einer Stunde erreichbar.

Zur Sicherheit, offen gesagt

Madagaskar ist arm, und Taschendiebstahl kommt vor. Tagsüber in der Innenstadt ist es unproblematisch, wenn man keine Wertsachen zeigt. Man geht nicht allein in Seitenstraßen und nicht nach Einbruch der Dunkelheit — das Schiff fährt vorher. Fahrten ins Hinterland nur mit organisiertem Transport.

Zeit

Stadt und Markt zwei Stunden, Montagne d’Ambre fünf bis sechs, Tsingy Rouge fünf, die Smaragdsee vier bis fünf. Zehn Stunden tragen ein Ziel draußen plus die Stadt.

Gut zu wissen

  • Die Bucht zählt zu den größten Naturhäfen der Welt; am Eingang steht der heilige Felsen Nosy Lonjo, der Zuckerhut.
  • Tuk-Tuks sind das Verkehrsmittel der Stadt — Preis vorher vereinbaren, Taxameter gibt es nicht.
  • Ins Hinterland nur mit Geländewagen und Fahrer: Die Pisten nach Montagne d’Ambre und Tsingy Rouge sind schlecht.
  • Für den Norden Madagaskars wird Malariaprophylaxe empfohlen — das klärt man Wochen vorher, nicht am Hafentag.
Zuletzt geprüft: 05.10.2026

Bewertungen

Noch keine Bewertungen

Wir zeigen hier keine Sterne, solange keine echten Bewertungen von Kreuzfahrern vorliegen. Erfundene oder übernommene Wertungen gibt es auf dieser Seite nicht.

Noch keine Erfahrungsberichte. Was hilft anderen am meisten? Wie lange du wirklich gebraucht hast, ob sich der Weg gelohnt hat und was du beim nächsten Mal anders machen würdest.

Die Einsendung wird gerade neu eingerichtet. Bis dahin erreichst du uns über die Adresse im Impressum.

Fotos von Kreuzfahrern

Ein Kolonialgebäude mit Balkonen in Antsiranana

Weitere Häfen in der Nähe

Routen, die Antsiranana anlaufen

Häufige Fragen zum Kreuzfahrthafen Antsiranana

Welches Ziel, wenn ich nur eins schaffe?

Montagne d’Ambre, wenn Sie Natur und Lemuren wollen — der Regenwald ist leicht begehbar und die Tierdichte hoch. Mer d’Émeraude, wenn Sie Strand und Wasser wollen. Tsingy Rouge ist landschaftlich spektakulär, aber die Anfahrt ist hart und der Aufenthalt kurz.

Wie bezahle ich?

In Ariary. Euro werden in Hafennähe genommen, zu einem Kurs zu Ihren Lasten. Es gibt Geldautomaten in der Stadt, die aber nicht immer funktionieren. Kleine Scheine mitnehmen und darauf achten, dass die Preise oft noch in der alten Währung Franc malgache genannt werden — ein Ariary sind fünf Francs, und das führt zu Missverständnissen.

Ist Antsiranana sicher?

Tagsüber in der Innenstadt und am Hafen ja, mit den üblichen Regeln: keine sichtbaren Wertsachen, Handy nicht offen tragen, Taschen vorn. Seitenstraßen und einsame Abschnitte meidet man, und nach Dunkelheit sollte man nicht unterwegs sein. Fahrten ins Umland nur mit organisiertem Transport.

Sehe ich Lemuren?

In Montagne d’Ambre mit guter Wahrscheinlichkeit: Dort leben Kronensifakas, Sanford-Makis und das Braunschwanz-Mausmaki, eines der kleinsten Primaten der Welt. Ein lokaler Guide ist Pflicht im Park und findet die Tiere; ohne ihn sieht man wenig.

Quellen und Aktualität
Zuletzt geprüft05.10.2026

Zeitkritische Angaben auf dieser Seite: Fahrzeiten und Preise der Verkehrsmittel, typische Liegezeit. Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne können sich kurzfristig ändern. Bitte prüfe zeitkritische Angaben vor Ort oder beim Anbieter.

Für diese Seite sind keine Einzelquellen hinterlegt.

Regelmäßig geprüftWege und Angaben werden überarbeitet, sobald sich etwas ändert.
Rückkehr zum SchiffJede Tour nennt einen Zeitpuffer für den Rückweg.
Karten ohne FremdzugriffDie Übersicht ist gezeichnet, nicht geladen.
UnabhängigKeine Reederei-Ausflüge – du entscheidest selbst.