Das Freilichtmuseum Nanortalik
Ein ganzes Kolonialviertel von 1797 bis zum 19. Jahrhundert, erhalten statt nachgebaut — mit Kajaks …
Kreuzfahrthafen auf eigene Faust
Grönlands südlichster Ort, „Platz der Eisbären" — ein Freilichtmuseum aus Kolonialhäusern und Granitwände, die Kletterer aus aller Welt anziehen.
Je nach Liegeplatz erreichst du das Zentrum von Nanortalik unterschiedlich schnell. Hier findest du alle Möglichkeiten im Überblick.
Der Kai am Ortsrand, an dem die Tender anlanden. Vom Anleger sind es 400 Meter zum Freilichtmuseum und wenige Minuten in den Ortskern. An Anlauftagen steht ein Infostand am Kai, Boote für Fjordfahrten legen daneben ab.
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Diese Ziele lassen sich von Nanortalik aus während eines Hafenstopps gut erreichen.
Ein ganzes Kolonialviertel von 1797 bis zum 19. Jahrhundert, erhalten statt nachgebaut — mit Kajaks …
Der Berg über dem Ort, rund 300 Meter — eine Stunde hinauf, mit Blick über die Inselwelt, die Eisberge …
Senkrechte Granitwände bis 1.400 Meter über einem 70 Kilometer langen Fjord — unter Kletterern heißt …
Eine Holzkirche von 1916 über dem Hafen, dazu bunte Häuser auf Granit, Trockengestelle und der Blick …
Fertige Routen mit Zeitplan, Karte und Empfehlung für die Rückkehr zum Schiff.
Das vollständigste Kolonialensemble Grönlands, dann 300 Meter hinauf — mit Blick bis zum Kap Farvel …
Tour ansehenNanortalik ist Reedehafen. Das Schiff ankert vor der Insel, Tender bringen die Gäste an den Ortskai — zehn bis fünfzehn Minuten. Rund eine Stunde der Liegezeit geht dafür ab.
Vom Anleger beginnt der Ort sofort; das Freilichtmuseum liegt 400 Meter entfernt, und alles ist zu Fuß erreichbar. Fahrzeuge gibt es kaum, Taxis so gut wie nicht. Wer aus dem Ort heraus will, braucht ein Boot.
Nanortalik bedeutet „Platz der Eisbären", und der Name ist keine Folklore: Im Frühjahr treiben mit dem Ostgrönlandstrom gelegentlich Eisbären auf Schollen heran. Im Sommer sieht man keine.
Der Ort hat rund 1.000 Einwohner und liegt auf einer kleinen Insel ganz im Süden Grönlands, rund 10 Breitengrade südlicher als Nuuk — auf der Höhe von Oslo oder Helsinki. Trotzdem ist es kälter, weil der kalte Ostgrönlandstrom um die Südspitze läuft und Treibeis mitbringt.
Gegründet wurde die Siedlung 1797; sie ist damit einer der älteren Kolonialorte. Was sie besonders macht, ist das Freilichtmuseum: ein ganzes Ensemble von Kolonialgebäuden aus dem
Ringsum liegt eine Landschaft, die unter Kletterern einen Namen hat. Im Tasermiut-Fjord, 60 Kilometer nordöstlich, stehen Granitwände von bis zu 1.400 Metern senkrechter Höhe — der Ketil und der Ulamertorsuaq gehören zu den großen Big Walls der Welt. Das Tal heißt deshalb bei Bergsteigern „Arktisches Patagonien".
Südgrönland ist der Teil des Landes, in dem die nordischen Siedler lebten: Erik der Rote gründete 985 die Ostsiedlung, und bis etwa 1450 gab es hier Höfe, Kirchen und einen Bischof. Dann verschwanden sie. Die Ruinen von Hvalsey und Brattahlíð liegen weiter nördlich, aber die Landschaft ist dieselbe: grüne Hänge, Schafe, Fjorde — der einzige Teil Grönlands, in dem Landwirtschaft überhaupt möglich ist.
Ort und Museum zwei Stunden, eine Wanderung auf den Hausberg drei, eine Fjordfahrt vier bis fünf. Acht Stunden abzüglich Tender tragen zwei davon.
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Hafen entdeckenIm Sommer praktisch nie. Der Name stammt daher, dass im Frühjahr mit dem Ostgrönlandstrom Eisbären auf Treibeisschollen um die Südspitze kommen. Zur Kreuzfahrtsaison sind sie fort. Was man sieht, sind Eisberge, Robben und gelegentlich Wale.
Landschaftlich ja, zeitlich nur knapp. Es sind 60 Kilometer, per Boot rund zwei Stunden je Richtung. Bei acht Stunden Liegezeit abzüglich Tender bleibt kaum Zeit vor Ort. Die meisten Anbieter fahren deshalb nur in den vorderen Teil — das ist schon eindrucksvoll genug.
Ja, ein paar dänische Kronen. In Nanortalik ist die Kartenzahlung nicht überall möglich, und einen Geldautomaten gibt es nur bei der Bank mit eingeschränkten Zeiten. Für Museum und Handwerk reichen kleine Beträge.
Das Freilichtmuseum hat mehrere Innenräume, die Kirche ist offen, und das Kulturhaus ebenso. Bei Nebel oder Regen fallen Bootsfahrten oft aus — dann wird der Ort selbst zum Programm, und er trägt zwei Stunden.
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