Die Westküste: Wallilabou und Dark View Falls
Stehen gebliebene Filmkulissen in einer Felsenbucht, Bambusbrücke und zwei Wasserfälle im Regenwald …
Tour ansehenArrowroot und Dasheen in der Markthalle, der älteste botanische Garten der Hemisphäre — und Kanonen, die landeinwärts zeigen.
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3 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 7 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
Dreistöckige Halle mit Arrowroot, Dasheen und Gewürzen — samstags das Ereignis der Woche.
©Foto: Amazona_guildingii_-Botanical_Gardens_-Kingstown_-Saint_Vincent-8a.jpg: Chennette
derivative work: Snowmanradio (talk) · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia CommonsDer älteste botanische Garten der westlichen Hemisphäre, 1765 angelegt — mit einem Brotfruchtbaum aus Captain Blighs Lieferung von 1793.
©Foto: David Stanley from Nanaimo, Canada · CC BY 2.0 · Wikimedia CommonsFestung von 1806 auf 190 Metern mit Kanonen, die landeinwärts zeigen — und dem besten Blick auf die Grenadinen.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
St. Vincent hat keine Kreuzfahrtkulisse: keine Schmuckläden in Reihe, kein Einkaufszentrum am Kai. Kingstown ist eine arbeitende Hafenstadt mit Frachtkränen, Bananenverladung und Pfandleihe. Für manche ist das der beste Tag der Route, weil man die Karibik ohne Veranstaltung sieht. Diese Runde nimmt genau das.
Fünf Gehminuten vom Kai liegt die Markthalle an der Bay Street. Unten Obst und Gemüse — Dasheen, Eddoes, Yams, Brotfrucht, Plantains, Soursop —, darüber Fisch und Fleisch, oben Handwerk; draußen setzt sich der Markt in den Gassen fort, und dort ist es am interessantesten. Samstagmorgen kommen die Bauern aus den Bergdörfern herunter.
Zwei Dinge sind hier spezifisch: Arrowroot, Pfeilwurzmehl — St. Vincent war jahrzehntelang der größte Produzent der Welt, und das feine Stärkemehl ging in Babynahrung, Kekse und später in die Beschichtung von Computerpapier. Und der Rum Sunset Very Strong mit 84,5 Prozent, eine Berühmtheit, die man nicht im Handgepäck transportieren darf.
Auf dem Weg nach Norden liegen die Arkaden der Hauptstraßen — Kingstown heißt im Volksmund City of Arches — und drei Kirchen dicht beieinander, darunter die katholische St. Mary's Cathedral, ein eigenwilliges Sammelwerk aus romanischen, gotischen und maurischen Formen, das ein belgischer Mönch ab 1930 nach eigenen Vorstellungen zusammenbaute.
Zwanzig Minuten bergauf der Botanische Garten, 1765 angelegt und damit der älteste der westlichen Hemisphäre — älter als die Vereinigten Staaten. Hierher brachte Captain Bligh 1793 über 500 Brotfrucht-Setzlinge aus Tahiti. Es war seine zweite Fahrt: Die erste endete 1789 mit der Meuterei auf der Bounty, und die Pflanzen gingen über Bord. Ein Baum aus Blighs Lieferung ist ausgeschildert. In einer Voliere sitzt der St.-Vincent-Amazonen-Papagei, der weltweit nur hier vorkommt.
Zum Schluss mit dem Taxi auf Fort Charlotte, 190 Meter über der Stadt: unter einem die Bucht mit dem eigenen Schiff, nach Süden die Kette der Grenadinen, nach Norden die La Soufrière. Ein Teil der Kanonen zeigt nach innen, landeinwärts — nicht aus Angst vor Franzosen, sondern vor der eigenen Insel. Die Briten führten gegen die Garifuna zwei Kriege und deportierten 1797 über 5.000 Menschen auf eine Insel vor Honduras; nur etwa die Hälfte überlebte. Ihre Nachkommen leben heute in Belize, Honduras und Guatemala. Die nach innen gerichteten Kanonen sind das Denkmal dieser Politik.
Praktisch: Markt sonntags geschlossen. Garten rund 5 US-Dollar, Führer am Eingang lohnen. Zum Fort nicht zu Fuß — 190 Höhenmeter ohne Schatten; Taxi rund 30 US-Dollar. Bargeld in kleinen Scheinen, Karten nimmt außerhalb des Zentrums fast niemand.
Stehen gebliebene Filmkulissen in einer Felsenbucht, Bambusbrücke und zwei Wasserfälle im Regenwald …
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