Die Stadt, die Bucht und die Smaragdsee
Verwitterte Kolonialfassaden und ein voller Markt, danach mit dem Auslegerboot in eine Lagune, die …
Tour ansehenBreite Alleen, verwitterte Kolonialfassaden in Türkis und Ocker — und ein Markt mit Vanille, Gewürzen und allem, was die Region hergibt.
Antsiranana war von 1885 bis 1973 französischer Marinestützpunkt, und die Stadt wurde entsprechend gebaut: breite Alleen im Raster, zweigeschossige Häuser mit Arkaden und schmiedeeisernen Balkonen, ein Rathaus, ein Postamt, Villen für Offiziere.
Was davon übrig ist, steht noch — aber es verwittert. Der Putz blättert, Fensterläden hängen schief, aus Rissen wachsen Pflanzen. Das ist kein hergerichtetes Kolonialviertel wie in Cartagena oder Angra, sondern eine Stadt, die ihre Substanz nicht halten kann. Wer das einordnet, sieht etwas Ehrliches; wer Postkarten erwartet, wird enttäuscht.
Die Rue Colbert ist die Hauptachse: Lokale, Hotels, Händler, und abends die Promenade der Stadt. Die Fassaden sind in Türkis, Ocker, Rosa und Gelb gestrichen, oft ausgebleicht, was dem Ganzen eine Farbigkeit gibt, die Fotografen mögen.
Der Bazary Be, der große Markt, ist der lebendigste Ort: Berge von Gemüse, Reis in Säcken, getrockneter Fisch, Zebu-Fleisch, Gewürze. Madagaskar ist der weltgrößte Produzent von Vanille — die Schoten gibt es hier zu einem Bruchteil des europäischen Preises, aber man muss hinsehen: Gute Schoten sind weich, biegsam und ölig, nicht trocken und brüchig. Dazu Pfeffer, Nelken, Zimt, Ylang-Ylang-Öl und Kakao.
Gehandelt wird, und es wird erwartet. Man beginnt bei etwa der Hälfte des genannten Preises.
Zum Essen: Romazava, der Nationaleintopf aus Zebu-Fleisch und Blattgemüse, Ravitoto aus gestampften Maniokblättern mit Schwein, dazu Reis zu jeder Mahlzeit. Und Fisch, frisch und günstig.
Zur Planung: 1,2 Kilometer vom Kai, 15 Gehminuten oder fünf mit dem Tuk-Tuk. Zwei Stunden.
Praktisch: Tagsüber unproblematisch, auf Hauptstraßen bleiben. Keine Wertsachen zeigen, Taschen vorn. Vor dem Fotografieren von Menschen fragen. Kleine Scheine in Ariary; auf dem Markt wird nur bar gezahlt.
Vom Liegeplatz Port d’Antsiranana bis Die Kolonialstadt und der Markt.
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Plane genügend Zeit für den Rückweg ein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Die Kolonialstadt und der Markt ist Teil folgender Landgänge.
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