Balata und der Vulkan von Saint-Pierre
Hängebrücken in den Baumkronen auf 400 Metern — und danach die Stadt, die 1902 in drei Minuten …
Tour ansehenDas „Paris der Antillen", 1902 in drei Minuten von einer Glutlawine ausgelöscht — die Ruinen stehen noch.
Saint-Pierre war bis 1902 die Hauptstadt Martiniques und galt als „Paris der Antillen": 26.000 Einwohner, Theater mit 800 Plätzen, Straßenbahn, Zeitungen, Konsulate, botanischer Garten, elektrisches Licht.
Am 8. Mai 1902, morgens um 7:52 Uhr, brach der Mont Pelée aus. Keine Lava, sondern eine Glutlawine — ein pyroklastischer Strom aus Gas, Asche und Gestein mit über 1.000 Grad, der den Hang mit mehreren hundert Kilometern pro Stunde herunterkam. Nach weniger als drei Minuten war die Stadt zerstört und praktisch die gesamte Bevölkerung tot; die Zahl der Opfer wird mit rund 30.000 angegeben, einschließlich der Schiffe auf der Reede.
Es gab zwei Überlebende. Der bekannteste ist Ludger Sylbaris, ein Gefangener, der in einer dickwandigen, halb unterirdischen Einzelzelle ohne Fenster saß. Er erlitt schwere Verbrennungen, überlebte und trat später im Zirkus Barnum als „der Mann, der dem Weltuntergang entkam" auf. Seine Zelle steht noch und ist zu besichtigen.
Die Warnzeichen waren seit Wochen da — Aschefall, Beben, ein Schlammstrom, der eine Fabrik mit 23 Toten begrub. Eine Evakuierung fand nicht statt; eine Wahl stand an, der Gouverneur beschwichtigte und blieb selbst in der Stadt. Er starb mit.
Zu sehen sind heute: die Ruine des Theaters mit seiner Freitreppe, Mauerreste der Kathedrale, das Gefängnis mit der Zelle, Lagerhäuser und Kelleranlagen, über die die heutige, kleine Stadt (4.000 Einwohner) gewachsen ist. Dazu das Mémorial de la Catastrophe de 1902, ein modernes Museum mit verschmolzenem Glas, verbogenen Uhren, Fotos von vorher und nachher.
Der Mont Pelée (1.397 m) ist weiter aktiv und wird überwacht; der Aufstieg ist eine mehrstündige Wanderung und mit einer Liegezeit nicht machbar.
Praktisch: 30 Kilometer über die Küstenstraße, mit dem Mietwagen 45 bis 50 Minuten, mit dem Taxi 100 bis 130 Euro je Richtung. Rechnen Sie vier bis fünf Stunden mit Fahrt. Museumseintritt rund 7 Euro. Auf dem Rückweg liegt die Rumbrennerei Depaz am Hang des Vulkans, mit Führung und Probe.
Vom Liegeplatz Terminal de Croisière Pointe Simon bis Saint-Pierre und der Mont Pelée.
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Plane genügend Zeit für den Rückweg ein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Saint-Pierre und der Mont Pelée ist Teil folgender Landgänge.
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