Le Havre
Kreuzfahrthafen der Normandie und Zubringer nach Paris — dabei ist die Stadt selbst …
Hafen entdeckenKreuzfahrthäfen auf eigene Faust entdecken
Le Havre ist der Kreuzfahrthafen der Normandie — und für viele der Zubringer nach Paris. Wer bleibt, findet eine Stadt, deren Wiederaufbau zum UNESCO-Welterbe zählt.
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Für französische Kreuzfahrthäfen an der Kanalküste gilt fast immer dieselbe Entscheidung: Bleiben oder fahren. Von Le Havre sind es rund zwei Stunden nach Paris — mit dem Zug oder dem organisierten Ausflug. Das füllt einen Hafentag vollständig aus und lässt kaum Spielraum für Verzögerungen.
Wer bleibt, bekommt mehr, als der erste Eindruck verspricht: Le Havre wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von Auguste Perret in Beton wiederaufgebaut — konsequent, hell und in seiner Art einmalig genug, dass die Innenstadt seit 2005 zum UNESCO-Welterbe gehört.
Bezahlt wird in Euro, Kartenzahlung ist überall möglich. Englisch wird in touristischen Bereichen verstanden, ein paar französische Höflichkeitsfloskeln öffnen aber Türen. Die Mittagspause ist real: Viele kleinere Läden schließen zwischen 12 und 14 Uhr.
Er ist machbar, kostet aber den ganzen Tag: rund zwei Stunden je Richtung plus Aufenthalt. Bei zwölf Stunden Liegezeit bleiben etwa sechs Stunden in Paris. Wer auf eigene Faust fährt, trägt das Risiko einer Zugverspätung selbst — organisierte Ausflüge garantieren die Rückkehr.
Die Innenstadt ist UNESCO-Welterbe. Nach der Zerstörung 1944 baute Auguste Perret sie in Sichtbeton wieder auf — hell, konsequent geometrisch und in dieser Geschlossenheit einmalig. Dazu die Kirche Saint-Joseph mit ihrem 107 Meter hohen Turm und das Kulturzentrum Le Volcan von Oscar Niemeyer.
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