Foto: Uhkabu · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons · Quelle

Cartagena de Indias

Kreuzfahrthafen auf eigene Faust

Die ummauerte Kolonialstadt an der kolumbianischen Karibikküste — Weltkulturerbe, Festungen, Farben, und drei Kilometer vom Kai entfernt.

Hafen-Info
Liegeplatz Sociedad Portuaria Cartagena
ZeitzoneUTC−5, ohne Sommerzeit
WährungKolumbianischer Peso (COP); US-Dollar in Touristenlagen
SpracheSpanisch
Typische LiegezeitMeist zwischen 10:00 und 17:00 Uhr Unverbindlicher Erfahrungswert. Deine tatsächliche Liegezeit steht in den Unterlagen deiner Reederei.

Vom Schiff in die Stadt

Je nach Liegeplatz erreichst du das Zentrum von Cartagena de Indias unterschiedlich schnell. Hier findest du alle Möglichkeiten im Überblick.

Der Kreuzfahrtkai im Hafen von Manga. Vom Schiff führt der Weg durch einen angelegten tropischen Garten mit Aras, Flamingos, Tukanen und Faultieren zum Terminalgebäude mit Läden, Geldautomaten und Taxistand. Zur Mauerstadt sind es drei bis fünf Kilometer.

Entfernung ins Zentrum3,0 km
Zu Fuß54 Min.
Taxi
Dauer10–20 Min.
Preis Zonentarif, in die Altstadt rund 12 bis 15 USD für den Wagen
Taxis stehen am Terminalausgang; die Tarife hängen aus und gelten für den Wagen, nicht je Person. Es gibt keine Taxameter — den Betrag vorher nennen lassen. Für drei bis vier Personen günstiger als der Shuttle. · Am Terminal verfügbar
Shuttlebus
Dauer15–25 Min.
Preis Rund 15 bis 20 USD hin und zurück je Person
Der Shuttle fährt vom Terminal zur Plaza de la Aduana oder zum Torre del Reloj am Eingang der Mauerstadt. Praktisch für Einzelreisende; letzte Rückfahrtzeit am Terminal erfragen. · Alle 20 bis 30 Minuten
Zu Fuß
Dauer10–15 Min.
Entfernung 800 m
Zu Fuß sinnvoll nur innerhalb des Hafengeländes: der tropische Garten mit Vögeln und Faultieren zwischen Gangway und Terminalgebäude. Der Weg in die Stadt führt über Durchgangsstraßen ohne Schatten und ist bei über 30 Grad nicht zu empfehlen.
Ausflugsboot
Dauer60–90 Min.
Preis Ab rund 40 USD je Person mit Rückfahrt
Schnellboote fahren vom Muelle de la Bodeguita nach Playa Blanca auf Barú und zu den Islas del Rosario. Bei sieben Stunden Liegezeit nur mit garantierter Rückfahrt sinnvoll — ein verpasstes Boot bedeutet ein verpasstes Schiff. · Nach Buchung
Plane immer einen Puffer ein, um rechtzeitig zurück am Schiff zu sein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Stadtzentrum Ciudad Amurallada: d… Castillo San Felipe… Getsemaní Cerro de la Popa Las Bóvedas und die… Playa Blanca auf Barú A Sociedad Portuaria C… Schematische Darstellung – keine maßstabsgetreue Karte · gestrichelte Punkte liegen außerhalb des Ausschnitts
A · Sociedad Portuaria …Ziele in der Stadt

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Orte auf dieser Karte als Liste
  1. Sociedad Portuaria Cartagena – Liegeplatz A
  2. Stadtzentrum – Zentrum
  3. Ciudad Amurallada: die Mauerstadt – 5,0 km
  4. Castillo San Felipe de Barajas – 60 Min. zu Fuß
  5. Getsemaní – 4,8 km
  6. Cerro de la Popa – 53 Min. zu Fuß
  7. Las Bóvedas und die Stadtmauer – 5,5 km
  8. Playa Blanca auf Barú – 38 km

Liegeplatz in Cartagena de Indias

  • A Sociedad Portuaria Cartagena 54 Min. zu Fuß ins Zentrum

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Cartagena de Indias auf eigene Faust: was du wissen solltest

Vom Schiff in die Stadt

Das Schiff liegt an der Sociedad Portuaria im Industriehafen, und das erste Stück nach der Gangway ist eine Überraschung: Man geht durch einen tropischen Garten mit Aras, Flamingos, Tukanen und Faultieren, den die Hafengesellschaft angelegt hat. Das dauert zehn Minuten und ist besser als es klingt.

Am Ausgang stehen Taxis und Shuttlebusse. Bis zur Ciudad Amurallada, der Mauerstadt, sind es drei bis fünf Kilometer — zu Fuß möglich, aber nicht empfohlen: Der Weg führt durch Hafen- und Durchgangsstraßen ohne Schatten.

Die Taxipreise ins Zentrum sind geregelt und am Ausgang ausgehängt; es gibt keine Taxameter, also gilt der ausgehängte Zonentarif. Ein Hinweis, der sich lohnt: Für drei bis vier Personen ist ein Taxi günstiger als der Shuttle.

Die Stadt

Cartagena de Indias wurde 1533 gegründet und war der wichtigste spanische Hafen am Karibischen Meer. Durch ihn ging das Gold und Silber Südamerikas nach Europa — und durch ihn kamen Hunderttausende verschleppte Afrikaner: Cartagena war neben Veracruz der größte Sklavenmarkt Spanisch-Amerikas. Beides gehört zur Geschichte dieser Stadt, und die zweite Hälfte steht seltener im Prospekt.

Weil der Hafen so wertvoll war, wurde er befestigt wie kaum ein anderer: elf Kilometer Stadtmauer, bis zu 15 Meter dick, dazu ein Ring von Forts. Die Spanier brauchten zwei Jahrhunderte dafür. 1741 scheiterte eine britische Flotte mit 27.000 Mann an diesen Mauern, unter anderem an der Festung San Felipe de Barajas — und an Gelbfieber.

Die Altstadt innerhalb der Mauern ist seit 1984 UNESCO-Welterbe: Straßen mit Holzbalkonen, über die Bougainvillea hängt, Fassaden in Ocker, Blau und Indigo, Plätze mit Mandelbäumen, Kirchen, Klöster, Paläste. Es ist eng, laut und sehr farbig.

Direkt östlich liegt Getsemaní, das frühere Handwerker- und Sklavenviertel, heute lebendiger und weniger herausgeputzt — mit Wandbildern, Musik und Lokalen, in denen Einheimische sitzen.

Worauf man sich einstellen sollte

Cartagena ist heiß und feucht: 30 bis 33 Grad, hohe Luftfeuchte, kaum Abkühlung. Trinkwasser mitnehmen, Schatten suchen, Mittagszeit in Innenräumen verbringen.

Und es gibt viele Verkäufer. Hüte, Sonnenbrillen, Obst, Zigarren, Massagen, Fotos mit Palenquera-Frauen in Trachten. Das ist beharrlich, aber nicht bedrohlich. Ein freundliches „No, gracias" und Weitergehen genügt; Diskussionen verlängern nur. Wer ein Foto mit einer Palenquera macht, zahlt dafür — das vorher klären, sonst wird es teuer.

Zeit

Altstadt drei Stunden, San Felipe eine, Cerro de la Popa eine mit Fahrt. Sieben Stunden Liegezeit tragen Mauerstadt, Festung und Getsemaní bequem — Playa Blanca dagegen nicht.

Gut zu wissen

  • Vom Kai führt der Weg durch einen Hafengarten mit Aras, Flamingos und Faultieren — zehn Minuten, lohnt sich.
  • Zur Mauerstadt sind es drei bis fünf Kilometer; die Taxitarife sind am Ausgang ausgehängt, Taxameter gibt es nicht.
  • Es ist heiß und feucht, 30 bis 33 Grad. Wasser mitnehmen und die Mittagszeit nicht auf den Mauern verbringen.
  • Viele beharrliche Verkäufer. Freundlich ablehnen und weitergehen. Fotos mit Palenquera-Frauen kosten Geld — Preis vorher nennen lassen.
Zuletzt geprüft: 03.10.2026

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Die Stadtmauer von Cartagena mit Kanone, dahinter die Hochhäuser von Bocagrande

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Häufige Fragen zum Kreuzfahrthafen Cartagena de Indias

Kann ich zu Fuß in die Altstadt?

Theoretisch ja, praktisch nein. Es sind drei bis fünf Kilometer durch Hafen- und Durchgangsstraßen ohne Schatten, bei über 30 Grad. Nehmen Sie Taxi oder Shuttle; der ausgehängte Zonentarif gilt, und für drei bis vier Personen ist das Taxi günstiger.

Brauche ich kolumbianische Pesos?

In der Altstadt und bei Taxis ja, zumindest etwas. US-Dollar werden in Touristenlokalen angenommen, meist zu schlechtem Kurs. Am Terminal und in der Stadt gibt es Automaten; achten Sie auf die Nullen — ein Mittagessen kostet 40.000 bis 60.000 Pesos.

Reicht die Zeit für Playa Blanca?

Knapp bis nein. Der Strand auf Barú liegt 35 Kilometer südlich, die Fahrt oder Bootsüberfahrt dauert gut eine Stunde je Richtung, und bei sieben Stunden Liegezeit bleiben zwei bis drei Stunden am Strand — ohne Puffer. Wer baden will, nimmt einen Ausflug der Reederei mit garantierter Rückfahrt.

Ist Cartagena sicher?

Die Altstadt, Getsemaní und Bocagrande sind tagsüber touristisch geprägt und unproblematisch; Polizei ist präsent. Die üblichen Regeln gelten: kein Schmuck, Handy nicht offen tragen, Taschen vorn. Abseits dieser Viertel sollte man als Besucher nicht spazieren gehen, und auf Angebote von Fremden geht man nicht ein.

Quellen und Aktualität
Zuletzt geprüft03.10.2026

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