Nach Herm: eine Insel ohne Autos
Zwanzig Minuten mit der Fähre zu einer Insel mit sechzig Einwohnern, keinen Autos und einem Strand …
Tour ansehenAlles ohne Fahrzeug: die Hafenfestung mit acht Jahrhunderten Geschichte, das Exilhaus Victor Hugos und die Treppengassen über dem Hafen.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
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3 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 4 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
©Foto: TheKaphox · CC0 · Wikimedia CommonsEine Festung auf einer Insel im Hafen, 800 Jahre alt — fünf Museen, Gärten und täglich ein Kanonenschuss um Punkt zwölf.
©Foto: Heather Cowper · CC BY 2.0 · Wikimedia CommonsDas Haus, das Victor Hugo in fünfzehn Jahren Exil selbst einrichtete — Gesamtkunstwerk aus Holzschnitzereien, Symbolen und einem gläsernen Schreibzimmer.
Granithäuser in Terrassen über dem Hafen, Treppengassen namens Ruettes, Läden ohne Mehrwertsteuer und eine Markthalle.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 75 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Saint Peter Port ist Reedehafen, und von zwölf Stunden Liegezeit geht rund eine für die Tender ab. Was bleibt, ist reichlich — und diese Runde braucht kein Fahrzeug.
Zuerst das Castle Cornet, 800 Meter über die Mole. Die Festung bewacht die Hafeneinfahrt seit 1206, gebaut, nachdem König Johann die Normandie verloren hatte und die Kanalinseln plötzlich Grenzland waren.
Ihre merkwürdigste Episode: Im englischen Bürgerkrieg hielt der königstreue Gouverneur die Burg neun Jahre lang — während die Insel selbst zum Parlament hielt — und beschoss dabei gelegentlich die eigene Hauptstadt. 1672 schlug ein Blitz ins Pulvermagazin und riss den mittelalterlichen Bergfried weg.
Drinnen liegen fünf Museen, darunter eines zur deutschen Besatzung, dazu vier Gärten und der Blick über Hafen, Stadt und die Nachbarinseln. Um Punkt zwölf wird die Noon Day Gun abgefeuert — es wird laut.
Dann hinauf zu Hauteville House. Zehn Gehminuten bergauf über die Treppengassen, die hier Ruettes heißen. Victor Hugo lebte hier fünfzehn Jahre im Exil, schrieb „Die Elenden" und richtete das Haus selbst ein: Er kaufte alte Truhen und Kirchenbänke, zersägte sie und setzte die Teile zu Wandverkleidungen und Möbeln neu zusammen. Ganz oben sitzt der gläserne Look-out, in dem er im Stehen schrieb, mit Blick nach Frankreich.
Wichtig: Nur mit Führung und begrenzter Teilnehmerzahl — vorab buchen.
Zum Schluss die Altstadt. Die High Street ist Fußgängerzone, und Guernsey erhebt keine Mehrwertsteuer — Parfüm, Uhren und Spirituosen sind entsprechend günstiger. Die Markthalle hat Essensstände, und in den Lokalen gibt es Krebs, Hummer und Jakobsmuscheln sowie Eis aus der Milch der Guernsey-Kühe, das anders schmeckt als anderswo.
Zeitrechnung: rund fünf Stunden mit Gehwegen.
Praktisch: Der Ort ist steil — bequeme Schuhe. Guernsey-Pfundnoten vor der Rückfahrt ausgeben, sie gelten sonst nirgends. In Hugos Haus ist Fotografieren nicht erlaubt.
Zwanzig Minuten mit der Fähre zu einer Insel mit sechzig Einwohnern, keinen Autos und einem Strand …
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