Balata und der Vulkan von Saint-Pierre
Hängebrücken in den Baumkronen auf 400 Metern — und danach die Stadt, die 1902 in drei Minuten …
Tour ansehenEine Festung, die noch Marinestützpunkt ist, ein Weltausstellungspavillon von 1889 und eine Markthalle voller Vanille — alles im Umkreis von einem Kilometer.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
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3 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 5 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
©Foto: Aristoi · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia CommonsEin Park voller Königspalmen am Wasser, dahinter eine Festung von 1640, die noch Marinestützpunkt ist.
©Foto: Deborah Doquin · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia CommonsEin Eisen-und-Glas-Pavillon von der Pariser Weltausstellung 1889, abgebaut, verschifft und hier wieder aufgestellt.
©Foto: Thérèse Gaigé · CC0 · Wikimedia CommonsMarkthalle von 1901 mit Vanilleschoten, Gewürzkörben, Rumständen und Madras-Stoffen.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 45 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Martinique ist französisches Übersee-Département und damit EU-Gebiet: Euro, kein Umtausch, EU-Roaming. Für deutsche Gäste ist das der entspannteste Hafen dieser Route — und weil das Schiff an der Pointe Simon mitten in der Stadt liegt, braucht diese Runde kein Fahrzeug.
Vierhundert Meter vom Kai liegt der Park La Savane: fünf Hektar Rasen unter Königspalmen, mit Bänken und Brunnen, der Platz, auf dem Fort-de-France sitzt. Am Südrand steht ein Sockel, der eine Geschichte erzählt. Er trug eine Statue von Joséphine de Beauharnais, der auf Martinique geborenen ersten Frau Napoleons. 1991 wurde ihr der Kopf abgeschlagen, 2020 wurde sie ganz gestürzt. Das war kein Vandalismus, sondern eine politische Geste: Auf Martinique hält sich die Überzeugung, Joséphine habe Napoleon bewogen, die Sklaverei 1802 wieder einzuführen, nachdem die Revolution sie abgeschafft hatte. Der leere Sockel steht noch und sagt mehr als jedes Denkmal.
Darüber das Fort Saint-Louis, ab 1640 auf einer Felsnase in die Bucht gebaut — und bis heute Marinestützpunkt der französischen Marine, eine der wenigen Festungen der Karibik, die nie außer Dienst ging. Besichtigung nur mit Führung (rund 10 Euro, Ausweis mitbringen): Wälle, Kasematten, Pulverkammern, Leguane in großer Zahl, und von den Bastionen der Blick auf das eigene Schiff.
Sieben Gehminuten weiter die Bibliothèque Schoelcher, das schönste Gebäude der Stadt. Der Pavillon aus Eisen, Glas und Keramik wurde für die Pariser Weltausstellung 1889 entworfen — dieselbe, für die der Eiffelturm entstand —, danach zerlegt, verschifft und hier 1893 wieder aufgebaut. Blaue Kuppel, polychromes Fliesenband, hoher Lesesaal mit Galerie. Benannt nach Victor Schoelcher, der 1848 die Abschaffung der Sklaverei in den französischen Kolonien durchsetzte und Martinique seine 10.000 Bände schenkte. Es ist eine arbeitende Bibliothek — man darf hinein und soll leise sein. Hundert Meter weiter die Cathédrale Saint-Louis von 1895, ebenfalls mit Eisenskelett.
Zum Schluss der Grand Marché in einer gusseisernen Halle von 1901: Vanilleschoten, Gewürzkörbe, Rhum agricole mit Probe, Shrubb, Confitures — und Madras, der karierte Stoff der Trachten. Innerhalb der EU darf alles ohne Mengenbeschränkung mit.
Praktisch: Rund zwei Kilometer Gesamtweg, flach. Sonntags und montags ist viel geschlossen, mittags schließen kleine Läden zwischen 13 und 15 Uhr. Führungszeiten des Forts bei der Touristeninformation am Kai erfragen.
Hängebrücken in den Baumkronen auf 400 Metern — und danach die Stadt, die 1902 in drei Minuten …
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