Pharos, Theater und Corniche
Eine Festung aus den Trümmern eines Weltwunders, ein Marmortheater zwischen Wohnblöcken und abends …
Tour ansehenAnubis in Legionärsrüstung 35 Meter unter der Stadt, die letzte antike Säule — und eine Bibliothek mit 120 Schriften in der Wand.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
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3 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 54 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
©Foto: Following Hadrian · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia CommonsDreistöckige Grabanlage 35 Meter unter der Stadt, in der ägyptische Götter römische Rüstung tragen.
©Foto: Daniel Mayer · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia CommonsEine 27 Meter hohe Granitsäule über den Trümmern des Serapis-Tempels — und zwei Sphingen, die niemand erwartet.
©Foto: Cecioka · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia CommonsEine schräg aus dem Boden gekippte Steinscheibe am Meer, elf Leseterrassen, Schriftzeichen aller Kulturen an der Außenwand.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 90 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Die zweite Alexandria-Runde geht nach unten und endet in einem der besten Bauten Ägyptens. Die drei Ziele liegen dicht beieinander; ein Taxi auf Stundenbasis trägt den ganzen Nachmittag.
Zuerst die Katakomben von Kom el-Shoqafa, entdeckt 1900, als ein Esel in ein Loch einbrach. Eine dreistöckige Grabanlage aus dem 2. Jahrhundert, 35 Meter tief in den Fels gehauen. Man steigt über eine Wendeltreppe hinab, die sich um einen offenen Schacht windet — durch diesen Schacht wurden die Särge mit Seilen abgesenkt, während die Trauernden die Treppe nahmen.
Unten die eigentliche Überraschung: Anubis mit Schakalkopf in der Rüstung eines römischen Legionärs. Dazu Medusenhäupter über ägyptischen Türlaibungen, der Stiergott Apis, ein Verstorbener einmal als Ägypter und daneben als Römer. Alexandria war eine Stadt dreier Kulturen, und nirgends sieht man deutlicher, was das praktisch bedeutete. Das unterste Geschoss steht unter Wasser.
500 Meter weiter die Pompeiussäule — 27 Meter roter Assuan-Granit, der höchste antike Rest der Stadt. Der Name ist falsch: Kreuzfahrer hielten sie für ein Grabmal des Pompeius, errichtet wurde sie um 297 für Diokletian. Sie steht auf dem Gelände des Serapeums, in dem die Tochterbibliothek lag; 391 ließ der Patriarch den Tempel zerstören. Übrig sind Fundamente, zwei Granitsphingen und unterirdische Galerien mit Nischen für Schriftrollen.
Zum Schluss die Bibliotheca Alexandrina von 2002. Kein Nachbau, sondern eine Steinscheibe mit 160 Metern Durchmesser, die schräg aus dem Boden kippt wie eine aufgehende Sonne. Die Außenwand trägt 120 Schriften aus aller Welt in Granit gemeißelt — Hieroglyphen, Keilschrift, Runen, Braille. Innen der größte Lesesaal der Welt unter geneigtem Glas, über elf Terrassen. Dazu Antiken- und Handschriftenmuseum.
Zur Ehrlichkeit: Die alte Bibliothek ist nicht in einem Brand untergegangen. Sie verfiel über Jahrhunderte, und ihre Lage ist unbekannt. Der Neubau steht an der Vermutungsstelle.
Praktisch: Die Katakomben sind eng, feucht und warm, die Treppe lang — bei Platzangst oder schlechten Knien auslassen und stattdessen mehr Zeit in der Bibliothek verbringen, die klimatisiert ist. Eintritte: Katakomben 200 EGP, Säule 100, Bibliothek 200 bis 300. Freitags vormittags ist die Bibliothek geschlossen.
Eine Festung aus den Trümmern eines Weltwunders, ein Marmortheater zwischen Wohnblöcken und abends …
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