Auf den Lille Malene
420 Höhenmeter über der Stadt: anderthalb Stunden hinauf durch arktische Tundra, und am Horizont …
Tour ansehenDie Stadt ohne Fahrzeug: die Mumien von Qilakitsoq, die ältesten Häuser Grönlands, das Kulturhaus mit der Nordlicht-Fassade und der Markt der Jäger.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
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4 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 27 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
Ein Haus, dessen Holzfassade die Wellen des Nordlichts nachzeichnet — Kino, Konzerte, Ausstellungen und das beste Café der Stadt.
©Foto: David Stanley · CC BY 2.0 · Wikimedia CommonsDas beste Arktis-Museum des Landes — mit den fünfhundert Jahre alten Mumien von Qilakitsoq, Kajaks, Jagdgerät und der Geschichte der Kolonisierung.
©Foto: Algkalv (talk) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia CommonsDer älteste Teil Nuuks: bunte Holzhäuser am Wasser, die Kirche von 1849 und das Standbild von Hans Egede über dem Hafen.
Der offene Markt am Hafen, auf dem Jäger und Fischer verkaufen, was sie am Morgen gefangen haben — Fisch, Robbe, Rentier, Moschusochse.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Nuuk ist der einzige grönländische Hafen dieser Reise mit Kai statt Tender, und die Stadt liegt in Gehweite. Diese Runde braucht kein Fahrzeug und zeigt in vier Stunden, was Grönland ausmacht.
Vom Hafen führt der Weg in rund zwanzig Minuten Richtung Kolonihavnen, dem ältesten Teil der Stadt. Unterwegs kommt man am Katuaq vorbei, dem Kulturhaus, dessen Holzfassade die Wellen des Nordlichts nachzeichnet. Die Eingangshalle ist frei zugänglich, das Café gilt als das beste der Stadt, und in den Ausstellungsräumen hängt zeitgenössische grönländische Kunst — keine Folklore, sondern Arbeiten über Klimawandel, Identität und Kolonialgeschichte.
Weiter hinunter zum Nationalmuseum. Hier liegt der Kern des Tages: die Mumien von Qilakitsoq, acht Tote aus dem Jahr 1475, 1972 unter einem Felsüberhang gefunden und von der trockenen Kälte konserviert — Haut, Haare, Tätowierungen, Fellkleidung. Das Gesicht des sechs Monate alten Säuglings ist der Moment, an dem das Museum aufhört, eine Vitrinenreihe zu sein. Fotografieren ist dort nicht erlaubt, und das sollte man respektieren.
Daneben Kajaks aus Robbenhaut, Schneebrillen aus Knochen, Umiaks und die Geschichte von Saqqaq über Dorset bis zur Thule-Kultur — und die Kolonialzeit ab 1721, die das Haus beim Namen nennt.
Direkt hinter dem Museum beginnt Kolonihavnen mit den ältesten Gebäuden des Landes: Egedes Haus von 1728, Speicher aus der Monopolzeit und die Erlöserkirche von 1849 mit dem Schiffsmodell unter der Decke. Über allem steht auf einem Felsen das Standbild von Hans Egede — umstritten, 2020 mit Farbe übergossen und nach einer Abstimmung knapp stehen geblieben.
Zum Schluss der Kalaaliaraq, der offene Markt: Hier verkaufen Jäger und Fischer, was sie am Morgen gefangen haben — Dorsch, Heilbutt, Krabben, dazu Robbe, Rentier und Moschusochse. Das ist ungewohnt, und es lohnt, kurz innezuhalten, bevor man urteilt: In einem Land ohne Landwirtschaft ist die Jagd Grundversorgung, nicht Sport.
Zeitrechnung: rund fünfeinhalb Stunden mit Gehwegen und Pausen. Bei zehn Stunden Liegezeit bleibt danach Zeit für den Lille Malene — für eine Fjordfahrt wird es knapp.
Praktisch: Festes Schuhwerk, der Weg ist hügelig. Mückenschutz im Juli und August. Am Markt bar zahlen, sonst funktionieren Karten überall.
420 Höhenmeter über der Stadt: anderthalb Stunden hinauf durch arktische Tundra, und am Horizont …
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