Mont-Saint-Michel
Eine Abtei auf einem Felsen in der Bucht, seit 1979 Welterbe — und 150 Kilometer entfernt, was den ganzen Hafentag kostet.
Beschreibung
Der Mont-Saint-Michel ist einer der meistbesuchten Orte Frankreichs: ein Granitfelsen von 92 Metern in einer weiten Bucht, auf dem eine Abtei steht, die über 800 Jahre wuchs und seit 1979 UNESCO-Welterbe ist.
Begonnen hat alles 708, als dem Bischof von Avranches der Legende nach dreimal der Erzengel Michael erschien und ein Heiligtum forderte — beim dritten Mal angeblich mit Nachdruck, indem er ihm ein Loch in den Schädel brannte. Der Schädel liegt in Avranches, mit Loch.
Was daraus wurde: eine Benediktinerabtei, die ab dem 11. Jahrhundert den Felsen umbaute. Weil oben kein Platz war, errichtete man die Kirche auf Krypten, die als Unterbau dienen, und daneben La Merveille — „das Wunder" —, einen dreigeschossigen gotischen Komplex mit Refektorium und einem Kreuzgang, der scheinbar über dem Meer schwebt. Darunter zieht sich das Dorf mit einer einzigen Gasse den Hang hinauf.
Im Hundertjährigen Krieg hielt der Berg allen englischen Belagerungen stand; nach der Revolution wurde er Gefängnis, bis Victor Hugo und andere dagegen protestierten.
Die Gezeiten gehören dazu: Der Tidenhub der Bucht gehört mit bis zu 14 Metern zu den größten Europas, und das Wasser kommt bei Springflut sehr schnell. Seit 2014 ersetzt eine Brücke den alten Damm, damit die Strömung den Berg wieder umspült — er ist an einigen Tagen im Jahr tatsächlich wieder eine Insel.
Zur Zeit, und das ist hier die entscheidende Frage: 155 Kilometer bedeuten gut zwei Stunden je Richtung. Bei einer Liegezeit von 08:00 bis 19:00 Uhr bleiben nach Hin- und Rückfahrt rund fünf Stunden — davon gehen Pendelbus vom Parkplatz (die letzten 2,5 Kilometer darf man nicht fahren), der Aufstieg und die Warteschlange an der Abteikasse ab.
Die ehrliche Einschätzung: Es geht, aber nur mit einem gebuchten Ausflug, bei dem die Rückfahrt garantiert ist, und es ist dann das einzige Ziel des Tages. Wer selbst fährt, hat keinen Puffer — und in der Hochsaison ist die Zufahrt zeitweise gesperrt, weil die Parkplätze voll sind.
Praktisch: Eintritt für die Abtei rund 13 Euro; das Dorf ist frei zugänglich. Die Gasse hinauf ist eng und in der Saison sehr voll — wer mag, nimmt die Wälle statt der Hauptgasse. Feste Schuhe, viele Treppen. Gezeitenkalender beachten, wenn man in die Bucht hinaus will: Das ist ohne Führer lebensgefährlich, der Sand ist stellenweise Treibsand.
Lage und Anfahrt
Vom Liegeplatz Gare Maritime Transatlantique bis Mont-Saint-Michel.
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Orte auf dieser Karte als Liste
- Mont-Saint-Michel – Ziel
- Gare Maritime Transatlantique – Liegeplatz
- La Cité de la Mer – in der Nähe
- Cherbourg: Altstadt, Markt und Basilika – in der Nähe
- Utah Beach und Sainte-Mère-Église – in der Nähe
- Bayeux und der Wandteppich – in der Nähe
- Barfleur und die Spitze des Cotentin – in der Nähe
Praktische Informationen
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Vom Liegeplatz Gare Maritime Transatlantique
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Quellen und Aktualität
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