Bergen zu Fuß – Highlights der Altstadt
Vom Liegeplatz Skolten durch die Altstadt: Bergenhus, Bryggen, Fischmarkt, Domkirche und zurück am …
Tour ansehenUNESCO-Welterbe und Wahrzeichen der Stadt
Die schmalen Holzhäuser am alten Hafenbecken sind das bekannteste Bild Bergens und gehören zum UNESCO-Welterbe.
Bryggen ist die alte Hafenzeile Bergens: eine Reihe schmaler Giebelhäuser aus Holz, dicht an dicht, direkt am Wasser. Was von der Straße aus wie eine Fassadenreihe aussieht, ist in Wahrheit viel tiefer — hinter jedem Giebel liegt ein langes Gebäude, das sich weit nach hinten zieht, getrennt durch enge hölzerne Gänge.
Diese Gänge sind der eigentliche Grund, hierherzukommen. Von der Uferpromenade sieht man nur die bekannte Ansichtskarte. Erst wenn man zwischen die Häuser tritt, versteht man den Ort: schiefe Wände, ausgetretene Bohlen, Treppen und Galerien übereinander, dazwischen Tageslicht in schmalen Streifen. Es riecht nach Holz und Teer.
Das Holz steht auf gewachsenem Untergrund und auf den Resten früherer Bebauung. Über Jahrhunderte hat sich alles gesetzt, jedes Haus ein wenig anders. Die Schrägen sind kein Verfall, sondern gemessener und gesicherter Bestand — Bryggen wird laufend restauriert, oft mit denselben Handwerkstechniken, mit denen es gebaut wurde.
Um 1350 richtete die Hanse hier ein Kontor ein, eine ihrer vier großen Auslandsniederlassungen. Gehandelt wurde vor allem Stockfisch aus Nordnorwegen gegen Getreide aus dem Ostseeraum. In den Häusern lebten und arbeiteten deutsche Kaufleute und ihre Gesellen unter strengen Regeln — Familien waren nicht vorgesehen. Geheizt und gekocht werden durfte wegen der Brandgefahr nicht in den Lagerhäusern, sondern nur in getrennt stehenden Versammlungsstuben, den Schøtstuene. 1754 ging der Handel in norwegische Hände über.
Bergen ist oft gebrannt. Der Brand von 1702 legte auch Bryggen nieder; der Großteil dessen, was heute steht, wurde danach wieder aufgebaut — auf den alten Grundmauern und in den alten Maßen. Unter dem Holz liegen Steinkeller, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.
Ein weiterer Brand traf 1955 den nördlichen Teil. Die frei gewordene Fläche wurde über dreizehn Jahre archäologisch untersucht — mit einem Fund, der die Kenntnis des mittelalterlichen Alltags verändert hat: Hunderte beschriftete Holzstäbchen, die Bryggen-Runeninschriften. Darauf stehen keine Königsurkunden, sondern Warenlisten, Botschaften, Schuldscheine und Liebesgrüße. Auf dieser Fläche steht heute das Bryggens Museum.
In den Häusern sind Werkstätten, Läden, Galerien und Lokale. Der vordere Teil zur Promenade hin ist deutlich auf Besucher ausgerichtet. Je weiter man nach hinten geht, desto ruhiger wird es.
Vom Liegeplatz Skolten bis Bryggen.
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Bryggen ist Teil folgender Landgänge.
Vom Liegeplatz Skolten durch die Altstadt: Bergenhus, Bryggen, Fischmarkt, Domkirche und zurück am …
Tour ansehenBryggen, dann mit der Fløibanen auf den Hausberg und zu Fuß zurück in die Stadt. Die Runde mit der …
Tour ansehenDie verkürzte Runde: Bergenhus, Bryggen und Fischmarkt, direkt am Wasser zurück. Ohne Eile machbar.
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Nein. Die Häuserzeile und die Gänge dazwischen sind öffentlich zugänglich und kosten nichts. Eintritt verlangen nur die Museen in der Umgebung, etwa das Hanseatische Museum, die Schøtstuene und das Bryggens Museum.
Für die Promenade entlang der Fassaden reichen zehn Minuten. Wer durch die hinteren Gänge geht, stehen bleibt und hineinschaut, ist eher 45 bis 90 Minuten unterwegs. Mit einem der Museen dazu wird ein halber Vormittag daraus.
Ja, die Gänge sind öffentlich. Es sind aber auch Wohnungen, Werkstätten und Büros darin — man geht durch einen benutzten Ort, nicht durch ein Freilichtmuseum. Die Holzböden und Treppen sind uneben, festes Schuhwerk hilft.
Früh am Morgen, bevor die ersten Gruppen kommen, und am späten Nachmittag. Liegen mehrere Schiffe gleichzeitig im Hafen, ist es zwischen zehn und zwei Uhr voll. Die hinteren Gänge sind fast immer ruhiger als die Uferseite.
Nur eingeschränkt. Die Promenade davor ist eben und gut befahrbar. Die Gänge zwischen den Häusern haben Stufen, Schwellen und schräge Holzböden — mit Rollstuhl oder Rollator sind sie kaum zu nutzen.
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