Der Eisfjord vom Boot
Zwischen Eisbergen hinein in den Kangia — Welterbe seit 2004, gespeist von einem Gletscher, der 35 …
Tour ansehenDer zweite Halbtag: mit dem Boot in die Stadt, dann über den Holzsteg nach Sermermiut — wo das Eis bis zum Horizont steht.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
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2 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 4 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
©Foto: Ekrem Canli · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia CommonsGrönlands drittgrößte Stadt an der Diskobucht — Hafen voller Eisberge, das Knud-Rasmussen-Haus und der Zugang zum Welterbe-Eisfjord.
©Foto: Christoph Strässler from Oberdorf BL, Schweiz · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia CommonsEin Holzsteg führt vom Stadtrand Ilulissats über die Tundra bis an die Kante des Eisfjords — vorbei an einer Siedlung, die 4.000 Jahre bewohnt war.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 120 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Die Übernachtung macht zwei Programme möglich, und das zweite führt in die Stadt, die dem Eisfjord ihren Namen gibt.
Ilulissat heißt „die Eisberge", hat rund 4.700 Einwohner und ist Grönlands drittgrößte Stadt. Vom Ankerplatz bei Ilimanaq sind es 15 Kilometer nach Norden, per Boot rund eine Stunde — und die Fahrt führt an der Mündung des Eisfjords vorbei, wo die größten Berge stehen.
In der Stadt ist zuerst der Hafen auffällig: Er ist voller Eis, und kleine Boote manövrieren zwischen Brocken hindurch, die an der Kaimauer schaben. Hier wird Heilbutt angelandet und verarbeitet.
Das Knud-Rasmussen-Haus ist das Geburtshaus des Polarforschers und heute Museum. Rasmussen (1879–1933), Sohn eines dänischen Pfarrers und einer grönländisch-dänischen Mutter, sprach Grönländisch als Muttersprache und führte zwischen 1921 und 1924 die Fünfte Thule-Expedition durch: mit Hundeschlitten von Grönland bis zur Beringstraße, 18.000 Kilometer. Dabei sammelte er die Erzählungen der Inuit und wies nach, dass sie von Grönland bis Alaska eine gemeinsame Kultur bilden.
Dann der eigentliche Grund: Vom südlichen Stadtrand führt ein Holzsteg anderthalb Kilometer über die Tundra zur Kante des Eisfjords. Er wurde gebaut, um den Boden zu schützen.
Am Ende steht man oben, und darunter liegt Sermermiut. Es ist kein Wasser mit Eisbergen darin — es ist eine Fläche aus Eis bis zum Horizont, aus der einzelne Blöcke wie Gebirge herausragen. Die Entfernungen täuschen völlig. Und man hört das Eis arbeiten: Knacken, Knirschen, gelegentlich ein Donnern.
Auf der Wiese vor der Kante lebten Menschen 4.000 Jahre lang, in drei aufeinanderfolgenden Kulturen, bis der Platz 1850 aufgegeben wurde. Zu sehen sind Grasmulden, wo Torfhäuser standen.
Zeitrechnung: rund fünfeinhalb Stunden mit Überfahrt.
Praktisch: Überfahrt vorab buchen. Warme Kleidung fürs Boot, Mückenschutz und Kopfnetz für die Tundra — dort ist es im Juli und August ernsthaft schlimm. Nicht auf Eisberge klettern und nicht ans Ufer hinuntersteigen: Umkippende Berge erzeugen Wellen, die schon Menschen ins Wasser gerissen haben.
Zwischen Eisbergen hinein in den Kangia — Welterbe seit 2004, gespeist von einem Gletscher, der 35 …
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