Nach Ilulissat und an die Kante des Eisfjords
Der zweite Halbtag: mit dem Boot in die Stadt, dann über den Holzsteg nach Sermermiut — wo das Eis …
Tour ansehenZwischen Eisbergen hinein in den Kangia — Welterbe seit 2004, gespeist von einem Gletscher, der 35 Kubikkilometer Eis im Jahr ins Meer schiebt.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
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2 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 4 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
©Foto: Christoph Strässler from Oberdorf BL, Schweiz · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia CommonsUNESCO-Welterbe seit 2004: Der Sermeq Kujalleq schiebt jährlich 35 Kubikkilometer Eis ins Meer — Eisberge so groß wie Häuserblocks.
©Foto: Algkalv (talk) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia CommonsFünfzig Einwohner, keine Straßen, bunte Holzhäuser am Hang — und das älteste erhaltene Holzhaus Grönlands von 1741.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 90 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Das ist der Grund, warum das Schiff vor einer Siedlung mit fünfzig Einwohnern ankert: Von hier aus erreicht man den Ilulissat-Eisfjord, seit 2004 UNESCO-Welterbe und einer der eindrucksvollsten Orte der Arktis.
Schon die Tenderfahrt gehört dazu — sie führt zwischen Eisbergen hindurch an den Holzanleger von Ilimanaq. Von dort legen die Boote ab.
Am Ende des Fjords liegt der Sermeq Kujalleq, einer der schnellsten Gletscher der Welt. Er bewegt sich mit bis zu 40 Metern am Tag und schiebt jährlich rund 35 Kubikkilometer Eis ins Meer — etwa ein Zehntel aller grönländischen Eisberge aus einem einzigen Gletscher. Am Fjordausgang liegt eine Untiefe, an der die größten Blöcke hängenbleiben, manchmal monatelang, bis sie zerbrechen.
Dort fährt das Boot hinein. Es drosselt, und dann wird es still bis auf ein Geräusch, das man nicht erwartet: Knistern. Das sind Luftblasen, die seit zehntausend Jahren im Eis eingeschlossen waren und jetzt entweichen.
Was die Augen dabei nicht leisten, ist der Maßstab. Ein Berg, der handlich wirkt, überragt das Boot um das Dreifache, wenn man nähe rkommt — und neun Zehntel liegen unter Wasser. Boote halten deshalb Abstand: Kippt ein Berg, entsteht eine Welle.
Das Eis ist unter Druck entstanden und blasenfrei, deshalb erscheinen frische Bruchflächen tiefblau bis türkis. Andere Berge sind weiß wie Zucker, manche gestreift von Sediment, das der Gletscher mitgenommen hat.
An Tieren sieht man im Sommer Buckelwale, die zwischen den Eisbergen fressen, dazu Robben und Seeadler.
Mit Übernachtung lohnt besonders die Fahrt am späten Abend: Im Juli geht die Sonne nicht unter, das Licht steht stundenlang flach über dem Wasser, und die Eisberge werden orange und rosa.
Zeitrechnung: rund vier Stunden mit Tender und Fahrt.
Praktisch: Vorab buchen. Mehrere Schichten, Mütze und Handschuhe — auch im Juli. Fernglas lohnt. Bei zu viel Treibeis fahren die Boote nicht; das entscheidet der Kapitän am Morgen, und es gibt keinen Ersatz.
Der zweite Halbtag: mit dem Boot in die Stadt, dann über den Holzsteg nach Sermermiut — wo das Eis …
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