La Gomera: Kolumbus’ Hafen und der Lorbeerwald
Erst die Altstadt mit Turm und Brunnen, dann hinauf in den Garajonay — einen Wald, den es seit dem …
Tour ansehenEin quadratischer Wehrturm von 1450, das älteste Militärgebäude der Kanaren — und Schauplatz eines Aufstands, der blutig endete.
Der Torre del Conde steht in einem Park unweit des Hafens und ist das älteste Militärgebäude der Kanarischen Inseln: ein schlichter quadratischer Turm aus Bruchstein, errichtet 1447 bis 1450 von Hernán Peraza dem Älteren, dem spanischen Eroberer der Insel.
Seine Geschichte ist nicht beschaulich. 1488 erhoben sich die Guanchen — die Ureinwohner der Insel — gegen Hernán Peraza den Jüngeren, nachdem dieser ein Abkommen gebrochen und eine Guanchin entführt hatte. Peraza wurde getötet. Seine Witwe Beatriz de Bobadilla verschanzte sich in diesem Turm und hielt aus, bis Verstärkung von Gran Canaria kam. Die Vergeltung war brutal: Hunderte Gomeros wurden hingerichtet oder als Sklaven verkauft.
Vier Jahre später, im September 1492, lag Christoph Kolumbus im Hafen. Er nahm Wasser und Proviant für die Atlantiküberquerung und blieb einen Monat — länger als nötig, weshalb sich die Vermutung hält, es habe mit Beatriz de Bobadilla zu tun gehabt. Belegt ist das nicht. Belegt ist, dass La Gomera der letzte Hafen vor Amerika war, auch auf seinen folgenden Reisen.
Der Turm diente später als Archiv für das Gold aus Amerika und als Gefängnis. Heute ist er innen leer bis auf eine kleine Ausstellung zur Inselgeschichte; man kann die Treppe hinauf und von oben über den Park, den Hafen und die Bucht sehen.
Ringsum liegt ein Park mit Drachenbäumen, Palmen und Bougainvillea — ein angenehmer Ort, um auf den Rest der Gruppe zu warten.
Zur Planung: 500 Meter vom Kai, sieben Gehminuten. Eine Dreiviertelstunde.
Praktisch: Eintritt gering, geöffnet werktags und samstagvormittags. Die Treppe ist eng und steil. Der Park ist frei zugänglich und schattig.
Vom Liegeplatz Puerto de San Sebastián bis Torre del Conde.
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Torre del Conde ist Teil folgender Landgänge.
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