Station: Timanfaya-NationalparkFoto: H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons · Quelle
Ausflugsfahrt

Lanzarote: 400 Grad im Boden und Wein aus Asche

Ein Nationalpark, in dem Reisig sich von selbst entzündet — und Reben, die in Trichtern aus Lapilli wachsen.

5 Std. 45 Min.Dauer
LeichtSchwierigkeit
Deine Zeit im Hafen

Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.

Die Route im Überblick

1 Timanfaya-Nationalpark 2 La Geria S Puerto de los Mármoles Schematische Darstellung – keine maßstabsgetreue Karte
Start und ZielStopp auf der Route

Oben eine schematische Übersicht ohne Fremdzugriff. Die richtige Karte lädt Kartenbilder von OpenStreetMap – dabei geht deine IP-Adresse an den Kartendienst. Deine Zustimmung merken wir auf diesem Gerät; widerrufen kannst du sie unter jeder geladenen Karte.

Orte auf dieser Karte als Liste
  1. Puerto de los Mármoles – Start am Liegeplatz
  2. Timanfaya-Nationalpark – 150 Min. Aufenthalt
  3. La Geria – 90 Min. Aufenthalt
SPuerto de los Mármoles 1Timanfaya-Nationalpark 156 Min. 2La Geria 30 Min. Puerto de los Mármoles

Tour-Informationen

Dauer5 Std. 45 Min.
SchwierigkeitLeicht
StartpunktPuerto de los Mármoles
EndpunktPuerto de los Mármoles

Die Stopps im Überblick

2 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.

09:00Start
S
Puerto de los Mármoles

Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 27 Minuten zu Fuß ins Zentrum.

09:502 Std. 30 Min. bleiben
1
Die Feuerberge des Timanfaya-Nationalparks auf Lanzarote ©Foto: H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Quelle und Lizenz ansehen
Timanfaya-Nationalpark

Sechs Jahre Ausbruch zwischen 1730 und 1736 — und ein Boden, der zwei Meter tief über 400 Grad heiß ist.

28 km ab Start
Mehr über Timanfaya-Nationalpark
12:201 Std. 30 Min. bleiben
2
Weinreben in Mulden aus schwarzem Lapilli in La Geria ©Foto: Nikodem Nijaki · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Quelle und Lizenz ansehen
La Geria

Weinreben in trichterförmigen Mulden aus schwarzer Asche — jede von einer Halbmondmauer geschützt.

40 km ab Start 156 Min. Weg dorthin
Mehr über La Geria
13:50zurück an Bord
Zurück zum Schiff – Puerto de los Mármoles

Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt an Bord.

Sei spätestens 60 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt zurück an Bord. Die verbindliche Zeit steht in den Unterlagen deiner Reederei.

Die Tour im Detail

Am 1. September 1730 öffnete sich die Erde im Westen Lanzarotes. Was folgte, dauerte sechs Jahre — der längste dokumentierte Vulkanausbruch der Kanaren. Über hundert Krater entstanden, ein Viertel der Insel wurde verschüttet, elf Dörfer verschwanden.

Im Timanfaya-Nationalpark ist der Boden bis heute heiß. In zwei Metern Tiefe liegen die Temperaturen bei über 400 Grad. Ranger führen es vor: Reisig in ein Loch geworfen entflammt binnen Sekunden, Wasser in ein Rohr gegossen schießt als Dampffontäne zurück. Im Restaurant El Diablo — von César Manrique entworfen — wird über einem offenen Erdloch gegrillt, ohne jeden Brennstoff.

Das Kerngebiet wird ausschließlich im Parkbus befahren; Aussteigen ist außerhalb des Besucherzentrums nicht erlaubt. Der Boden ist instabil, und die Flechten bräuchten Jahrzehnte, um einen Fußabdruck auszugleichen.

Auf dem Rückweg liegt La Geria. Nach dem Ausbruch lag der Westen unter feiner schwarzer Asche, dem Lapilli. Die Bauern gruben trichterförmige Mulden hinein, setzten in jede eine Rebe und bauten einen halbmondförmigen Steinwall dagegen, der den Passat abhält.

Der Trick: Lapilli speichert nächtlichen Tau und gibt ihn tagsüber an die Wurzeln ab. Auf Lanzarote fallen kaum 150 Millimeter Regen im Jahr — ohne diese Technik wüchse hier nichts.

Zeitrechnung: knapp sechs Stunden ab Terminal.

Zu César Manrique: Dass Lanzarote anders aussieht als die übrigen Kanaren — keine Hochhäuser, keine Leuchtreklame, weiße Häuser mit grünen Läden —, geht auf den Künstler zurück, der ab 1966 die Bauvorschriften prägte.

Zuletzt geprüft: 16.09.2026
Quellen und Aktualität
Zuletzt geprüft16.09.2026

Zeitkritische Angaben auf dieser Seite: Gehzeiten und Entfernungen, Öffnungszeiten der Ziele. Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne können sich kurzfristig ändern. Bitte prüfe zeitkritische Angaben vor Ort oder beim Anbieter.

Für diese Seite sind keine Einzelquellen hinterlegt.