Lanzarote: 400 Grad im Boden und Wein aus Asche
Ein Nationalpark, in dem Reisig sich von selbst entzündet — und Reben, die in Trichtern aus Lapilli wachsen.
Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Die Route im Überblick
Oben eine schematische Übersicht ohne Fremdzugriff. Die richtige Karte lädt Kartenbilder von OpenStreetMap – dabei geht deine IP-Adresse an den Kartendienst. Deine Zustimmung merken wir auf diesem Gerät; widerrufen kannst du sie unter jeder geladenen Karte.
Orte auf dieser Karte als Liste
- Puerto de los Mármoles – Start am Liegeplatz
- Timanfaya-Nationalpark – 150 Min. Aufenthalt
- La Geria – 90 Min. Aufenthalt
Tour-Informationen
Die Stopps im Überblick
2 Stationen in der empfohlenen Reihenfolge. Die Uhrzeiten sind ein Beispiel für einen Start um 09:00 Uhr – verschiebe sie entsprechend deiner Ankunft.
Start deiner Tour direkt am Liegeplatz. Vom Terminal sind es rund 27 Minuten zu Fuß ins Zentrum.
©Foto: H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia CommonsQuelle und Lizenz ansehen
Sechs Jahre Ausbruch zwischen 1730 und 1736 — und ein Boden, der zwei Meter tief über 400 Grad heiß ist.
©Foto: Nikodem Nijaki · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia CommonsQuelle und Lizenz ansehen
Weinreben in trichterförmigen Mulden aus schwarzer Asche — jede von einer Halbmondmauer geschützt.
Plane für den Rückweg rund 30 Minuten ein und sei mindestens 60 Minuten vor der Abfahrt an Bord.
Die Tour im Detail
Am 1. September 1730 öffnete sich die Erde im Westen Lanzarotes. Was folgte, dauerte sechs Jahre — der längste dokumentierte Vulkanausbruch der Kanaren. Über hundert Krater entstanden, ein Viertel der Insel wurde verschüttet, elf Dörfer verschwanden.
Im Timanfaya-Nationalpark ist der Boden bis heute heiß. In zwei Metern Tiefe liegen die Temperaturen bei über 400 Grad. Ranger führen es vor: Reisig in ein Loch geworfen entflammt binnen Sekunden, Wasser in ein Rohr gegossen schießt als Dampffontäne zurück. Im Restaurant El Diablo — von César Manrique entworfen — wird über einem offenen Erdloch gegrillt, ohne jeden Brennstoff.
Das Kerngebiet wird ausschließlich im Parkbus befahren; Aussteigen ist außerhalb des Besucherzentrums nicht erlaubt. Der Boden ist instabil, und die Flechten bräuchten Jahrzehnte, um einen Fußabdruck auszugleichen.
Auf dem Rückweg liegt La Geria. Nach dem Ausbruch lag der Westen unter feiner schwarzer Asche, dem Lapilli. Die Bauern gruben trichterförmige Mulden hinein, setzten in jede eine Rebe und bauten einen halbmondförmigen Steinwall dagegen, der den Passat abhält.
Der Trick: Lapilli speichert nächtlichen Tau und gibt ihn tagsüber an die Wurzeln ab. Auf Lanzarote fallen kaum 150 Millimeter Regen im Jahr — ohne diese Technik wüchse hier nichts.
Zeitrechnung: knapp sechs Stunden ab Terminal.
Zu César Manrique: Dass Lanzarote anders aussieht als die übrigen Kanaren — keine Hochhäuser, keine Leuchtreklame, weiße Häuser mit grünen Läden —, geht auf den Künstler zurück, der ab 1966 die Bauvorschriften prägte.
Quellen und Aktualität
Zeitkritische Angaben auf dieser Seite: Gehzeiten und Entfernungen, Öffnungszeiten der Ziele. Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne können sich kurzfristig ändern. Bitte prüfe zeitkritische Angaben vor Ort oder beim Anbieter.
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