Ypern: In Flanders Fields und das Menentor
Eine Stunde nach Süden in die Stadt, die im Ersten Weltkrieg vollständig zerstört und danach …
Tour ansehenDie Stadt, die im Ersten Weltkrieg vollständig zerstört und danach originalgetreu wiederaufgebaut wurde — mit dem Museum in der Tuchhalle und dem Tor, an dem jeden Abend die Trompeten spielen.
Ypern — flämisch Ieper — lag vier Jahre lang im Zentrum der Westfront. Die Stadt wurde zwischen 1914 und 1918 dem Erdboden gleichgemacht; in den drei Ypernschlachten starben mehrere hunderttausend Menschen auf wenigen Quadratkilometern. Hier setzte die deutsche Armee im April 1915 erstmals Chlorgas als Waffe ein.
Was heute steht, ist ein Wiederaufbau: Die Bürger entschieden sich nach 1918 dagegen, die Ruinen als Mahnmal zu belassen, und bauten ihre Stadt bis 1967 nach den alten Plänen wieder auf — Stein für Stein, einschließlich der gotischen Tuchhalle von 1304, die vor dem Krieg als eines der größten Profangebäude Europas galt.
In der Tuchhalle sitzt heute das Museum In Flanders Fields. Es erzählt den Krieg nicht über Waffen, sondern über Menschen: Besucher bekommen am Eingang eine Karte mit einer echten Biografie und verfolgen diesen Menschen durch die Ausstellung. Manche überleben, viele nicht.
Am Menentor, dem Stadttor nach Osten, stehen die Namen von 54.896 Soldaten, deren Leichen nie gefunden wurden. Seit 1928 blasen dort jeden Abend um 20 Uhr Feuerwehrleute den Last Post — ohne Unterbrechung außer während der deutschen Besatzung, und am Abend der Befreiung 1944 wurde er wieder gespielt, während in der Stadt noch gekämpft wurde.
Ringsum liegen die Friedhöfe: Tyne Cot mit fast 12.000 Gräbern ist der größte Commonwealth-Friedhof der Welt, Langemark der deutsche Soldatenfriedhof mit über 44.000 Toten.
Zur Planung: eine Stunde Fahrt je Richtung. Drei Stunden vor Ort — bei neun Stunden Liegezeit machbar, aber nur organisiert oder mit festem Fahrer.
Praktisch: Der Last Post ist um 20 Uhr — für Kreuzfahrtgäste mit Abfahrt am Nachmittag zu spät. Das Museum braucht zwei Stunden; wer die Friedhöfe dazunimmt, braucht die volle Zeit.
Vom Liegeplatz Zweedse Kaai (Kreuzfahrtterminal) bis Ypern und die Felder von Flandern.
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Fünfundsechzig Kilometer zurück zum Kai — eine Stunde, und die Abfahrt duldet keinen Stau.
Plane genügend Zeit für den Rückweg ein. Alle Zeitangaben sind Erfahrungswerte und dienen der Planung. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben deiner Reederei an Bord. Prüfe Liegezeit, Verkehr, Wetter und Wartezeiten immer selbst und plane einen Puffer ein.
Ypern und die Felder von Flandern ist Teil folgender Landgänge.
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